Trotzdem „kein Anlass für Alarmstimmung“

Nach mutmaßlichem Anschlag auf Flüchtlingsunterkunft: Thüringens Innenminister warnt vor Wiederholungen

Die Reste des abgebrannten Hotelgebäudes, in dem Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht waren.

Die Reste des abgebrannten Hotelgebäudes, in dem Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht waren.

Berlin. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) hat angesichts des mutmaßlichen Angriffs auf eine Unterkunft von ukrainischen Geflüchteten in Mecklenburg-Vorpommern vor Wiederholungen gewarnt. „Solche Anschläge sind eine reale Gefahr; das muss man ernst nehmen“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) angesichts der wachsenden Protestbewegung gegen die Solidarität der Bundesregierung mit der Ukraine und steigende Energiepreise.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Keineswegs die gesamte Protestbewegung sei radikal; insofern bestehe kein Anlass für Alarmstimmung, betonte Maier. „Doch eine gewisse Radikalisierung in der Sprache und im Auftreten ist allerorten spürbar. Wir merken, dass es bei Demonstrationen immer ruppiger zugeht und Gegendemonstranten angegangen werden, so dass wir Mühe haben, sie zu schützen.“

Verweis auf Fund eines Sprengkörpers im Bahnhof Strußfurt

Zudem verwies er auf den Fund eines Sprengkörpers im Bahnhof Straußfurt bei Erfurt vor zwölf Tagen, der mit einem Hakenkreuz versehen war. Unweit der Unterkunft in Groß Strömkendorf war ebenfalls eine Hakenkreuzschmiererei gemeldet worden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der SPD-Politiker hat nun die Innenminister aller ostdeutschen Länder für den 4. November zu einer Konferenz nach Erfurt eingeladen. „Da geht es explizit um das Thema“, sagte er. Zwar gebe es auch in Westdeutschland derzeit Demonstrationen. Doch hätten sie eine andere Qualität. Als Beispiel nannte Maier die südthüringische Stadt Meiningen. Dort hätten sich zuletzt sogar „Querdenker“ von Montagsdemonstrationen distanziert, weil sie zunehmend von Rechtsextremisten unterwandert würden. Zugleich ließen es Teile der ostdeutschen CDU an der nötigen Abgrenzung fehlen.

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen