Angst vor Sabotageakten

Nach Swift-Ausschluss Russlands: Server in der Schweiz stehen unter Polizeischutz

„Cut Russia off Swift“ steht auf einem Transparent, das eine Person während der Mahnwache zum Ukraine-Konflikt vor der Russischen Botschaft hält (Archivbild).

„Cut Russia off Swift“ steht auf einem Transparent, das eine Person während der Mahnwache zum Ukraine-Konflikt vor der Russischen Botschaft hält (Archivbild).

Aus Angst vor möglicher Sabotage hat der Schweizer Kanton Thurgau das dort befindliche Rechenzentrum des Bankenkommunikationsnetzwerks Swift unter Polizeischutz gestellt. Das berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ).

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Hintergrund ist der Beschluss westlicher Staaten vom vergangenen Sonntag, Russland aus Swift auszuschließen. Die Entscheidung wurde als Strafmaßnahme gegen Moskau nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine gefällt.

Laut dem Bericht verfüge der Finanzdienstleister weltweit gerade einmal über drei Rechenzentren: zwei in Europa und eines in Nordamerika. Einer der beiden europäischen Server stehe seit zehn Jahren in Diessenhofen, einem Ort im Schweizer Kanton Thurgau.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

+++ Alle Entwicklungen zu Russlands Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Das sogenannte Operating Center ist demnach bereits aufgebaut wie eine Festung. Von sieben Geschossen lägen nur zwei oberirdisch, rund um die Anlage wurden hohe Mauern, Stacheldraht und Überwachungstechnik errichtet. „Sämtliche Sicherheitsrichtlinien und -verfahren für jeden denkbaren Eventualfall“ seien bei der Konstruktion der Anlage eingehalten worden.

Auch eine Cyberattacke ist möglich

Um sich zumindest für den „Eventualfall“ eines physischen Angriffs auf die Swift-Rechner in der Schweiz zu schützen, habe nun die Kantonspolizei Thurgau ein Sicherheitsdispositiv um die Anlage aufgebaut. Zum Schutz vor einer möglichen Cyberattacke stehe Swift aber im Austausch mit den Betreibern von kritischer Infrastruktur in der Schweiz, so eine Vertreterin gegenüber der „NZZ“.

Swift ist das international wichtigste System zum Austausch von Informationen zu Transaktionen. Können die russischen Banken das globale Finanzsystem nicht mehr nutzen, sind sie quasi von internationalen Geldströmen ausgeschlossen. Geld aus dem Ausland in das Land transferieren wird dann schwieriger, umgekehrt genauso. Das kann Warenströme bremsen, weil Firmen dann nicht mehr in der Lage sind, Importe zu bezahlen oder Einnahmen für Exporte zu verbuchen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/sic

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen