Nach nur zwei Monaten im Amt

CSU-Generalsekretär Stephan Mayer tritt zurück – Parteichef Markus Söder hat ein Problem

CSU-Chef Markus Söder (links) mit Stephan Mayer. Mayer trat nach zweimonatiger Amtszeit nun als CSU-Generalsekretär zurück.

CSU-Chef Markus Söder (links) mit Stephan Mayer. Mayer trat nach zweimonatiger Amtszeit nun als CSU-Generalsekretär zurück.

Berlin. Gerade mal zwei Monate ist Stephan Mayer als CSU-Generalsekretär im Amt gewesen – er sollte den Landtags­wahlkampf der CSU organisieren. Stattdessen ist er nun schon wieder zurückgetreten. Für Parteichef Markus Söder ist das keine gute Nachricht.

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Der Schritt Mayers kam überraschend, mit einer schriftlichen Erklärung: „Aus gesundheitlichen Gründen“ habe er Söder gebeten, ihn von seinem Amt zu entbinden, schrieb er und betonte: „Das ist meine persönliche Entscheidung.“ Söder hat Mayer also nach dieser Darstellung nicht rausgeschmissen. Ausdrücklich dankte Mayer, der in der letzten Bundesregierung Staatssekretär im Innenministerium war, Söder für eine „sehr gute und freundschaftliche Zusammenarbeit“.

„Menschliche Tragödie“: Söder bedauert Rücktritt von Generalsekretär Mayer
04.05.2022, Bayern, München: Markus Söder, CSU-Parteivorsitzender, nimmt an einer Pressekonferenz in der Parteizentrale teil, um ein Statement zum Rücktritt von CSU-Generalsekretär Mayer zu geben. Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Begründung von Stephan Mayer für seinen Rücktritt nach zehn Wochen im Amt als Generalsekretär waren gesundheitliche Beschwerden.

Der Grund für den schnellen Abgang ist offenbar der Umgang mit einem Journalisten der Zeitschrift „Bunte“, die über eine private Angelegenheit Mayers berichtet hatte. Er habe in einem Gespräch mit diesem Journalisten „möglicherweise eine Wortwahl verwendet, die ich rückwirkend nicht für angemessen betrachten würde“, schrieb der 47-jährige Jurist. „Dies bedauere ich sehr.“

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Handlungsdruck für Söder

CSU-Chef Markus Söder muss nun rasch für eine neue Besetzung sorgen. Den bisherigen Generalsekretär Markus Blume, der für das schlechte Abschneiden der Partei bei der Bundestagswahl mit verantwortlich gemacht wurde, hatte Söder im Februar zum Wissenschafts­minister ernannt. Dass Blumes Nachfolger ein Bundespolitiker wurde, obwohl als Nächstes vor allem ein Landtags­wahlkampf zu organisieren war, hatte in der Partei für Überraschung gesorgt.

Erneut war in der männerdominierten CSU für diese Stelle keine Frau zum Zuge gekommen.

Die Landtagswahl im Herbst 2023 gilt als wichtige Wegmarke für die CSU: Seit mehreren Jahren begleitet die Partei die Angst, dass sie ihren Status als sichere Mehrheitspartei in Bayern verlieren könnte. Söder hat zwar keinen offenkundigen Konkurrenten, gilt aber seit der Wahl und seinem Kampf mit dem damaligen CDU-Chef Armin Laschet als angeschlagen.

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