Nato wirft Russland Verstoß gegen Spielregeln vor

Die Übungsmission „Sapad“ hat einige NATO-Mitgliedsstaaten verunsichert, da ihnen die Absichten Russlands nicht transparent genug sind.

Die Übungsmission „Sapad“ hat einige NATO-Mitgliedsstaaten verunsichert, da ihnen die Absichten Russlands nicht transparent genug sind.

Brüssel. Konkrete Zahlen nannte Stoltenberg in seiner Stellungnahme nach einem Treffen von Vertretern der Bündnisstaaten und Russlands in Brüssel nicht. Nach Angaben aus Bündniskreisen wird die Zahl der an „Sapad“ (deutsch: Westen) beteiligten Soldaten allerdings auf zwischen 60.000 bis 80.000 geschätzt.

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Moskau hatte offiziell angegeben, dass an dem Manöver im September 12.700 Soldaten teilnehmen würden. Mitglieder der Nato gehen davon aus, dass Russland durch die Angabe der niedrigen Zahl Transparenzverpflichtungen umgehen wollte. Bei mehr als 13.000 Soldaten müsste es als Mitgliedsland der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) eigentlich eine umfangreiche Beobachtung der Übung ermöglichen. Selbst das Überfliegen des Manövergebiets und Gespräche mit beteiligten Soldaten wären dann erlaubt. Vor allem Länder wie Polen, Litauen, Lettland und Estland sehen die russische Großübung an ihrer Grenze als Drohgebärde.

Die Diskussionen über „Sapad“ wurden am Donnerstag im Rahmen des sogenannten Nato-Russland-Rates geführt. Weitere Themen waren der andauernde Ukrainekonflikt und die Lage in Afghanistan.

Von dpa/RND

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