Nigel Farage im Visier der FBI-Ermittlungen

Ex-Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei und Gesicht des Brexit: Nigel Farage.

Ex-Chef der rechtspopulistischen Ukip-Partei und Gesicht des Brexit: Nigel Farage.

London. Der ehemalige Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Nigel Farage, ist nach einem Bericht des Guardian im Zuge der Russland-Ermittlungen ins Blickfeld des FBI geraten. Die Zeitung berief sich am Donnerstag auf mit den Untersuchungen vertraute Quellen.

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Das FBI untersucht, ob es vor der US-Wahl 2016 Absprachen zwischen Russland und dem Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump gegeben hat. Ein Sprecher von Farage bezeichnete die Angaben als „absurd“.

Spielte Farage eine Rolle bei der Veröffentlichung der Clinton-Mails?

Farage soll das Interesse der Ermittler geweckt haben, weil er in Beziehung zu mehreren Personen stehe, die Verbindungen sowohl zu Trumps Wahlkampfteam als auch zu Wikileaks-Gründer Julian Assange hätten, hieß es. Die Untersuchungen bedeuteten aber nicht, dass die Ermittler Farage eines Verbrechens beschuldigten oder beabsichtigten, ihn zu belangen.

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Die Enthüllungsplattform Wikileaks hatte im vergangenen Jahr bei einem Hackerangriff gestohlene E-Mails veröffentlicht, die der demokratischen Kandidatin und Trump-Gegnerin Hillary Clinton schadeten. Außerdem steht Wikileaks unter Verdacht, über Dritte mit Russland zusammengearbeitet zu haben. Diesen Vorwurf äußerte der frühere CIA-Chef John Brennan vor dem Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Alte Bekannte und ungeklärte Fragen

Weder Farage noch Trump haben aus ihrer gegenseitigen Wertschätzung ein Geheimnis gemacht. Während des Wahlkampfs unterstützte Farage Trump bei einer Veranstaltung in Cleveland, Ohio. Wie der Guardian berichtet, soll Farage des Weiteren bereits 2012 die Bekanntschaft von Trumps umstrittenem Strategen Steve Bannon gemacht habe. Farage war auch einer der ersten ausländischen Politiker, die Trump nach seinem unerwarteten Wahlkampfsieg im November besuchten.

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Farages Sprecher erklärte auf Nachfrage des Guardian, Farage habe noch nie mit russischen Behörden zusammengearbeitet. Die Frage, ob Farage vom FBI kontaktiert worden sei, beantwortete der Sprecher nicht.

Von RND/dpa

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