Wurde durch Misstrauensvotum abgesetzt

Wegen Terrorismus: Strafverfahren gegen Pakistans Ex-Premier Khan eingeleitet

Die Polizei im Pakistan wirft Ex-Premierminister Imran Khan Terrorismus vor.

Die Polizei im Pakistan wirft Ex-Premierminister Imran Khan Terrorismus vor.

Islamabad. Die Polizei im Pakistan wirft Ex-Premierminister Imran Khan Terrorismus vor. Ein entsprechendes Strafverfahren sei eingeleitet worden, teilten die Behörden am Montag mit. In Pakistan dürften sich die politischen Spannungen nach Khans Sturz damit verschärfen. Er organisierte zuletzt Massendemonstrationen, um Druck auf die jetzige Regierung auszuüben und seine Rückkehr ins Amt zu erzwingen. In einer Rede in der Hauptstadt Islamabad kündigte Khan kürzlich an, Polizisten und eine Richterin verklagen zu wollen. Zudem erhob er den Vorwurf, dass ein Vertrauter nach dessen Verhaftung gefoltert worden sei.

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Sturz Khans nach Misstrauensvotum im April

Khan selbst schien nach Bekanntgabe der Vorwürfe auf freiem Fuß zu sein, zunächst äußerte er sich nicht. Seine Partei Tehreek-e-Insaf postete im Internet jedoch Videos, die Unterstützer zeigten, die sein Haus umringten, um einen möglichen Zugriff der Polizei zu verhindern.

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Nach mehr als dreieinhalb Jahren als Regierungschef war Khan im April durch ein Misstrauensvotum im Parlament gestürzt worden. Nachfolger wurde Shehbaz Sharif. Khan hat behauptet, seine Entfernung sei das Ergebnis einer von den USA eingefädelten Verschwörung, in die auch Pakistans mächtiges Militär verstrickt sei. Washington hat dies zurückgewiesen und Sharif die Vorwürfe Khans als einen Haufen Lügen bezeichnet, auch die Armee bestritt eine Verwicklung.

Pakistan: abgesetzter Regierungschef will Nachfolge nicht anerkennen

Nach einem tagelangen Machtkampf hatte das Unterhaus Imran Khan am Sonntag mit einer knappen Mehrheit das Vertrauen entzogen.

Erst am Sonntag meldete die Tech-Organisation NetBlocks, die weltweit Internetsperren dokumentiert, dass Online-Dienste in Pakistan den Zugang zu Youtube blockiert hätten. Zuvor hatte Khan trotz eines Verbots der Medienaufsichtsbehörde auf der Video-Plattform eine Rede per Livestream verbreitet.

RND/AP

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