„Mir tun diese Verfehlungen leid“

Plagiatsvorwürfe: CDU-Hoffnung Diana Kinnert räumt „Verfehlungen“ ein

Diana Kinnert im Jahr 2019 vor der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn (Archivbild).

Diana Kinnert im Jahr 2019 vor der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn (Archivbild).

Berlin. Die CDU-Politikerin Diana Kinnert hat eingeräumt, in zwei ihrer Bücher nicht sorgfältig gearbeitet zu haben. Zuvor hatte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ die Plagiatsvorwürfe zusammen mit dem österreichischen Plagiatsgutachter Stefan Weber öffentlich gemacht. Demnach habe Weber an 203 Stellen in Kinnerts Buch „Die neue Einsamkeit“ Plagiate nachgewiesen.

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Zuvor habe er einen anonymen Hinweis bekommen und das Buch daraufhin überprüft. Plagiate seien demzufolge nicht nur in „Die neue Einsamkeit“, sondern auch in Kinnerts erstem Buch „Für die Zukunft seh’ ich schwarz“ gefunden worden, heißt es in dem Bericht der „FAZ“. Der Verkauf des Buches wurde mittlerweile durch den Verlag eingestellt.

Kinnert räumt Fehler ein

Die CDU-Politikerin reagierte auf die Vorwürfe in einem schriftlichen Statement. „Ich habe mir die Belege zu beiden Büchern angesehen und muss einräumen, dass ich Fehler gemacht habe beim korrekten Zitieren und Paraphrasieren und der Vollständigkeit der Quellennachweise“, so Kinnert auf Anfrage der Zeitung. Weiter gibt sie zu, nicht sorgfältig gearbeitet zu haben.

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Gleichzeitig unterstreicht Kinnert aber auch, nicht vorsätzlich gehandelt zu haben. „Mir tun diese Verfehlungen leid, insbesondere gegenüber jenen Autorinnen und Autoren, deren Werk ich damit nicht respektiert habe“, so Kinnert weiter. Zu den Gründen wollte sich die CDU-Politikerin nicht äußern: „Ob Lebenskrise, Doppelbelastung oder strukturelles Problem – am Ende wäre es meine Aufgabe gewesen, in Überforderung kein Buch entstehen zu lassen. Das habe ich zu spät verstanden.“

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Diana Kinnert gilt als Nachwuchshoffnung der CDU. Die 31‑Jährige beriet bereits die britische Regierung und war zuletzt Mitglied der Wertekommission des CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz.

RND/ag

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