Polen führt Mundschutz-Pflicht in der Öffentlichkeit ein

Ein Mitglied der Stadtpolizei von Sosnowiec in Polen verteilt Schutzmasken an Seniorinnen vor einem Supermarkt. In der ganzen Stadt werden von Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr, der Stadtwache und Freiwilligen zehntausende Schutzmasken verteilt.

Ein Mitglied der Stadtpolizei von Sosnowiec in Polen verteilt Schutzmasken an Seniorinnen vor einem Supermarkt. In der ganzen Stadt werden von Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr, der Stadtwache und Freiwilligen zehntausende Schutzmasken verteilt.

Warschau. Polen führt eine Mundschutz-Pflicht ein, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen. Vom 16. April an müssten alle Bürger in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski am Donnerstag in Warschau. "Das muss keine Gesichtsmaske sein, ein Halstuch oder ein Schal tun es auch."

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Außerdem verlängert Polen alle bisherig bestehenden Schutzmaßnahmen, allerdings mit unterschiedlich langer Dauer. Bis zum 19. April sollen weiterhin alle Läden mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Geschäften geschlossen bleiben, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Das gleiche gelte für Friseursalons und Kosmetikstudios. Bis zum 26. April dagegen hält Polen an der Schließung aller Schulen fest. Auch internationale Flüge und Zugverbindungen wird es bis dahin nicht geben. Die Grenzen sollen bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Für Rückkehrer aus dem Ausland gilt solange eine 14-tägige Quarantäne.

“Ohne diese Maßnahmen hätten wir jetzt nicht etwas mehr als 5000 Corona-Fälle, sondern 40.000”, sagte Morawiecki. Er kündigte an, die Regierung werde nach Ostern über eine schrittweise Aufhebung der Restriktionen beraten, um Polen auf die “neue ökonomische Realität” vorzubereiten. In Polen gibt es dem Gesundheitsministerium zufolge derzeit 5341 bestätigte Coronavirus-Fälle und 164 Todesopfer.

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RND/dpa

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