Polizei: Anschlag hätte jederzeit passieren können

Mehrere Waffen, darunter eine Machete, sowohl mutmaßliche IS-Flaggen wurden beschlagnahmt.

Mehrere Waffen, darunter eine Machete, sowohl mutmaßliche IS-Flaggen wurden beschlagnahmt.

Göttingen. Die Polizei hat möglicherweise einen bevorstehenden Terror-Anschlag verhindert und in Göttingen zwei Männer aus der salafistischen Szene festgenommen. Es handele sich um einen 27-jährigen Algerier und einen 23-jährigen Nigerianer, teilten die Polizei in Göttingen und das niedersächsische Innenministerium am Donnerstag mit.

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Nach den Ermittlungen der Polizei haben beide Männer einen Anschlag vorbereitet. Sie hätten diesen jederzeit ausführen können, sagte der Göttinger Polizeipräsident Uwe Lührig. Bei den Durchsuchungen in der Nacht zum Donnerstag seien umgebaute Waffen mit scharfer Munition gefunden worden. „Die Gefahrenlage war eindeutig“, sagte Lührig.

Den Ermittlungen zufolge ging es um Anschläge, wie es sie in den letzten Monaten in Deutschland gegeben hat. Die Pläne seien nicht ausschließlich auf Göttingen bezogen gewesen. Die beiden Männer hätten jederzeit einen Anschlag ausführen können, sagte Lührig.

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hatte den Einsatz zuvor als „sehr wichtigen Schlag gegen die Szene“ bezeichnet.

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450 Polizisten im Einsatz

Die beiden als Gefährder eingestuften Männer lebten mit ihren Familien seit längerer Zeit in Göttingen und seien dort Mitglieder der islamistischen Szene.

Erste Erkenntnisse hatte die Polizei im März 2016 bei einer Durchsuchung bekommen. Jetzt hätten sich die Anschlagspläne verdichtet gehabt. Laut Polizeiangaben haben beide Terrorverdächtigen bisher keine Kampferfahrungen in den Krisengebieten in Irak oder Syrien gesammelt.

Rund 450 Polizisten durchsuchten in der Nacht zum Donnerstag elf Gebäude im Göttinger Stadtgebiet und ein Haus in Nordhessen. Dabei wurden die beiden Männer festgenommen. Der Einsatz wurde nach Polizeiangaben eine Woche vorbereitet.

Nach Polizeiangaben handelt sich um einen 27-jährigen Algerier und einen 23-jährigen Nigerianer. Die beiden als Gefährder eingestuften Männer leben mit ihren Familien seit längerer Zeit in Göttingen und sollen Mitglieder der islamistischen Szene sein

Nach Polizeiangaben handelt sich um einen 27-jährigen Algerier und einen 23-jährigen Nigerianer. Die beiden als Gefährder eingestuften Männer leben mit ihren Familien seit längerer Zeit in Göttingen und sollen Mitglieder der islamistischen Szene sein

In der Nacht seien das Spezialeinsatzkommando, mobile Einsatzkommandos, die Bereitschaftspolizei und Sprengstoffspürhunde im Einsatz gewesen. „Wir waren uns bewusst, dass die polizeilichen Maßnahmen mit einem hohen Risiko auch für die Einsatzkräfte verbunden waren“, sagte Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig

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An dem Einsatz seien Kräfte der Polizeidirektion Göttingen, des Landeskriminalamtes Niedersachsen, des Spezialeinsatzkommandos sowie der Bereitschaftspolizei Niedersachsen beteiligt gewesen.

Von dpa/RND/zys

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