Irakischer Al-Kaida-Befehlshaber

Prozess auf US-Basis: Guantánamo-Häftling bekennt sich schuldig

Eindrücke aus dem US-Gefängnis Guantanamo (Archivbild)

Eindrücke aus dem US-Gefängnis Guantanamo (Archivbild)

Fort Meade. Ein seit 15 Jahren im umstrittenen Gefangenenlager Guantánamo festgehaltener Iraker hat Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit seiner Führungsrolle beim Terrornetzwerk Al-Kaida eingeräumt.

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Abd al-Hadi al-Iraki bekannte sich am Montag vor einer Militärkommission an der US-Basis in Kuba in vier von fünf Anklagepunkten gegen ihn schuldig - darunter der Verschwörung und mehrerer Verstöße gegen das Kriegsvölkerrecht als Al-Kaida-Befehlshaber in der Frühphase des Konflikts in Afghanistan. Konkret ging es dabei um seine Rolle bei Anschlägen auf Truppen der USA und der Alliierten und auf Zivilisten in dem Land.

Angeklagter soll in Drittland gebracht werden

Dem 60-Jährigen Hadi al-Iraki, der als Geburtsnamen Naschwan al-Tamir angibt, drohte eine lebenslange Haftstrafe. Gemäß der Bedingungen seines Deals mit der Staatsanwaltschaft wird jedoch erwartet, dass er aus Guantánamo verlegt und in ein Drittland gebracht wird. Er wurde 2014 vor der Militärkommission angeklagt. Diese Sondertribunale der Armee, welche Wehrstrafrecht und Zivilrecht vereinen, wurden ins Leben gerufen, um Kriegsverbrechen vor einem Hochsicherheitsgericht zu verhandeln. Die strafrechtliche Verfolgung von Hadi al-Iraki zog sich durch die rechtlichen und logistischen Herausforderungen, die auch andere Fälle beeinträchtigten, über Jahre hin.

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Dies ist die erste vorgerichtliche Vereinbarung in einem Guantánamo-Fall seit der Wahl von Präsident Joe Biden, dessen Regierung daran arbeitet, die Zahl der Gefangenen schrittweise zu reduzieren und das Internierungslager letztlich zu schließen. 37 Männer sitzen dort noch immer in Haft, darunter zehn, die vor Gerichtsverfahren der Militärkommission stehen.

RND/AP

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