Wegen westlicher Sanktionen

Putin will Wirtschaftsbeziehungen mit China und Indien ausbauen

21.06.2022, Russland, Moskau: Wladimir Putin, Präsident von Russland, hält eine Rede während eines Treffens mit Absolventen höherer Militärakademien im Kreml. Angesichts weitreichender westlicher Sanktionen will Russland seine Wirtschaftsbeziehungen mit großen Schwellenländern ausbauen.

Moskau. Angesichts weitreichender westlicher Sanktionen will Russland seine Wirtschaftsbeziehungen mit großen Schwellenländern ausbauen. „Das Volumen der Lieferungen von russischem Öl nach China und Indien nimmt merklich zu“, sagte Kremlchef Wladimir Putin am Mittwoch in seinem Video-Grußwort zum Brics-Wirtschaftsforum. Bei dem Gipfel sollen ab Donnerstag neben Russland, China und Indien auch Brasilien und Südafrika vertreten sein.

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Putins Aussagen zufolge laufen zudem Verhandlungen über die Eröffnung indischer Geschäftsketten sowie über einen höheren Anteil chinesischer Autos und Technologie auf dem russischen Markt. Russland hatte das Nachbarland Ukraine Ende Februar überfallen.

Putin: „Wirtschaftlicher Blitzkrieg des Westens gescheitert“

Bei einer Rede auf dem Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg hat sich der russische Präsident Wladimir Putin zu westlichen Sanktionen geäußert.

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Einmal mehr kritisierte Putin auch die weitreichenden westlichen Sanktionen, die als Reaktion auf Russlands Angriffskrieg verhängt worden waren. „All das widerspricht dem gesunden Menschenverstand und elementarer wirtschaftlicher Logik, schadet den Interessen der Wirtschaft auf globaler Ebene und wirkt sich negativ auf das Wohlergehen der Bevölkerungen eigentlich aller Länder aus“, sagte er.

Bereits in der Vergangenheit hat der Kremlchef immer wieder betont, dass die Russland die Wirkung westlicher Strafmaßnahmen abfedern könne, indem es sich auf andere Handelspartner konzentriere und so langfristig sogar gestärkt aus der Situation hervorgehen könne. Experten sehen auf viele Wirtschaftszweige in Russland allerdings schwere Zeiten zukommen, etwa auf die Luftfahrt- und die Automobilbranche.

RND/dpa

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