Regierungsgelder veruntreut: Massive Korruption in Südafrika

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (links)

Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (links)

Pretoria. Dienstleister der Regierung haben in Südafrika im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Verträge in Millionenhöhe veruntreut. Das teilte das Präsidialamt am Dienstag mit. Von mehr als 4.500 untersuchten Verträgen hätten sich demnach 62 Prozent als regelwidrig erwiesen.

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Präsident Cyril Ramaphosa hatte im Juli 2020 eine Kommission beauftragt, den mutmaßlichen Missbrauch von Corona-Geldern in allen Regierungsbereichen zu untersuchen. Die Kommission überprüfte insgesamt 5.467 Verträge im Gesamtwert von 14,3 Milliarden Rand (830 Millionen Euro), die an 3.066 Dienstleister vergeben wurden. Die Untersuchung von 900 der Verträge sei noch nicht komplett abgeschlossen, hieß es. Ein endgültiges Ergebnis werde Mitte des Jahres erwartet.

Ramaphosa bezeichnete die Befünde als „inakzeptabel“. Die Dienstleister hätten geglaubt, „sie könnten einen Moment nationaler Verwundbarkeit ausnutzen, um sich zu bereichern“, sagte der Präsident. Die Staatsanwaltschaft werde Verfahren einleiten. Die Untersuchung habe nach Angaben des Präsidialamts einen potenziellen Verlust von 114,2 Millionen Rand (6,6 Millionen Euro) verhindert. Verträge im Wert von 170,4 Millionen Rand (9,9 Millionen Euro) seien auf Eis gelegt worden.

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Das Land mit rund 60 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern gehört zu den am meisten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern in Afrika. Nach Angaben der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC wurden in Südafrika bislang knapp 3,6 Millionen Corona-Infektionen sowie 94.000 Todesfälle gemeldet.

RND/dpa

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