Reservisten überprüfen: Verband begrüßt Högls Forderung nach MAD-Kontrollen

Der Reservistenverband hat sich für flächendeckenden Kontrollen durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) ausgesprochen.

Der Reservistenverband hat sich für flächendeckenden Kontrollen durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) ausgesprochen.

Berlin. Der Reservistenverband hat sich einer Forderung der Wehrbeauftragten Eva Högl nach flächendeckenden Sicherheitsüberprüfungen angeschlossen. Wer mehrere Jahre nach seiner aktiven Zeit wieder regelmäßig Dienst in der Truppe leiste, sollte ganz automatisch durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) überprüft werden, so Verbandspräsident Patrick Sensburg am Freitag. “Ähnlich wie bei den Aktiven wollen wir hier auch für die Reserve einen bestmöglichen Schutz vor extremistischen Tendenzen.”

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Reservisten stünden besonders für Demokratie und seien in der Zivilgesellschaft verankert. “Eine solche Prüfung bereitet uns deshalb keine Sorge - im Gegenteil, wir begrüßen sie”, betont Sensburg. Dafür brauche der Militärische Abschirmdienst aber mehr Personal.

Keine lückenlosen Kontrollen bei Reservisten

Högl hatte der “Süddeutschen Zeitung” gesagt, Reservisten der Bundeswehr sollten vom MAD sicherheitsüberprüft werden, bevor sie zum Dienst herangezogen werden. Hintergrund sind Rechtsextremismusfälle auch unter Reservisten, die in den vergangenen Monaten bekannt wurden. Während seit 2017 alle Bewerber, die zur Bundeswehr wollen, automatisch eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen, gibt es bei Reservisten bislang keine lückenlosen Kontrollen.

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Reservisten sollen die aktiven Soldaten wo immer nötig entlasten - selbst im Auslandseinsatz oder im Büro der Verteidigungsministerin. Im Jahr setzt die Bundeswehr dem Bericht zufolge zwischen 16.000 und 18.000 Reservisten ein. Überprüft werden demnach nur jene, die auf Posten rücken, die sicherheitsrelevant sind.

RND/dpa

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