Ukraine leistet weiter Widerstand

„Echte Hölle“: Russische Armee nimmt zunehmend ostukrainisches Gebiet Donezk ins Visier

Mitglieder einer prorussischen Miliz stehen in der Region Luhansk neben eroberter ukrainischer Militärausrüstung.

Mitglieder einer prorussischen Miliz stehen in der Region Luhansk neben eroberter ukrainischer Militärausrüstung.

Kiew. Die russische Armee nimmt nach der Einnahme des Gebiets Luhansk nach ukrainischen Angaben nun von dort aus zunehmend die Region Donezk ins Visier.

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Die Besatzer führten Angriffe von Lyssytschansk aus in Richtung Westen, sagte der ukrainische Gouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj, am Samstag. „Wir geben uns Mühe, die bewaffneten Gruppierungen der Russen auf ganzer Linie aufzuhalten.“ Allerdings greifen sie Hajdaj zufolge von mehreren Seiten an und versuchen, tief in das benachbarte Gebiet vorzudringen.

Wladimir Putin: „Wir haben in der Ukraine noch gar nicht ernsthaft angefangen“

Allerdings sprach Putin auch zum ersten Mal seit Wochen die Möglichkeit von Verhandlungen an.

In seiner Provinz habe es 20 Angriffe mit Geschützen, Granatwerfern und Raketen gegeben, sagte Hajdaj. Sie erzeugen demnach eine „echte Hölle“ durch Raketenangriffe und Artilleriebeschuss. Die ukrainischen Streitkräfte leisteten allerdings tapfer Widerstand, sagte Hajdaj.

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Russland dürfte als nächstes im Gebiet Donezk die größeren Städte Slowjansk und Kramatorsk im Blick haben. Es ist erklärtes Ziel Moskaus, die Region komplett der ukrainischen Kontrolle zu entreißen. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs in Kiew gab es auch in anderen Teilen des Landes Beschuss, darunter in den Gebieten Charkiw und Tschernihiw. Dabei sei auch zivile Infrastuktur getroffen worden.

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Immer wieder seien Angriffe des Feindes zurückgeschlagen worden, hieß es. Ukrainische Luft-, Raketen- und Artillerieeinheiten feuerten auf Ansammlungen russischer Truppen und auf Munitionslager. „Der Feind hat erhebliche Verluste“, teilte der Generalstab in Kiew mit.

Die ukrainische Vize-Regierungschefin Irina Wereschtschuk hatte die Menschen in den besetzten Teilen der Region Saporischschja und im Gebiet Cherson aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Demnach soll es dort zu neuen schweren Gefechten kommen. Die ukrainische Regierung hatte angekündigt, sich besetzte Gebiete nach der Lieferung schwerer Waffen durch den Westen zurückholen zu wollen.

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Russische Truppen hatten vor wenigen Tagen Lyssytschansk erobert, die letzte ukrainische Hochburg in Luhansk. Analysten sagten voraus, sie würden ihre Einheiten umgruppieren und aufmunitionieren. Hajdaj dagegen sagte, er könne keine Operationspause der Russen erkennen. Sie attackierten genauso intensiv wie zuvor.

RND/dpa/AP

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