Russland schickt Italien Hilfe im Kampf gegen Coronavirus

Wladimir Putin, Präsident von Russland.

Wladimir Putin, Präsident von Russland.

Moskau. Wegen der dramatischen Lage in Italien während der Corona-Pandemie sendet Russland medizinische und personelle Hilfe in das Land.

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Auf dem Militärflughafen Tschkalowski in der Nähe von Moskau standen am Sonntag neun Flugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 für den Abflug nach Italien bereit, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Insgesamt sollten acht Brigaden mit entsprechender medizinischer Ausrüstung in das südeuropäische Land verlegt werden. Die Zahl der Mitglieder einer Brigade war unklar.

"Zusätzlich bereit steht eine Gruppe mit rund 100 Menschen, darunter führende Spezialisten des Verteidigungsministeriums auf dem Gebiet der Virologie und Epidemiologie", hieß es in der Mitteilung.

Die Experten hätten internationale Erfahrung im Kampf gegen Epidemien. Sie seien mit moderner Ausrüstung zur Diagnose und zur Desinfektion ausgestattet.

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Nur wenige Corona-Fälle in Russland

Die Flugzeuge und Einheiten waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Sonntag aus verschiedenen Teilen Russlands zusammengezogen worden. Russland selbst hat bisher nach offiziellen Angaben vergleichsweise wenige Coronavirus-Fälle - mit Stand Samstagabend waren es landesweit rund 300.

Mit der humanitären Geste setzt Russland auch ein politisches Zeichen. Die Beziehungen zum Westen sind so gespannt sind wie seit dem Kalten Krieg nicht mehr. Auf Bitten Italiens sollen unter anderem Schutzausrüstungen, mobile Versorgungsstationen und Mittel für die großflächige Desinfektion von Verkehrsmitteln und Gebieten helfen.

Kremlchef Wladimir Putin hatte dem italienischen Regierungschef Giuseppe Conte bei einem Telefonat am Samstag die Hilfe versprochen. Nach Darstellung Moskaus gab das italienische Verteidigungsministerium die Landeerlaubnis für die russischen Militärflugzeuge in dem Nato-Mitgliedsstaat.

Russland hat sich früh abgeschottet

Russland selbst hatte sich auch wegen seiner langen Grenze zu China nach dem dortigen Ausbruch der Virus-Epidemie vergleichsweise früh abgeschottet.

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Am Rand der russischen Hauptstadt Moskau entsteht gerade im Eiltempo ein neues Krankenhaus für die Behandlung von Corona-Patienten. In dem künftigen Zentrum für Infektionskrankheiten sollen demnach bis zu 500 Menschen behandelt werden können.

RND/dpa

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