Russland und die USA suchen neue Gemeinsamkeiten

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein Kollege, US-Außenminister Rex Tillerson.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein Kollege, US-Außenminister Rex Tillerson.

Bonn. US-Außenminister Rex Tillerson hat Russland an seine Verpflichtungen aus den Friedensvereinbarungen von Minsk erinnert. „Während wir nach neuen Gemeinsamkeiten suchen, erwarten wir, dass Russland seine Verpflichtungen aus den Minsker Vereinbarungen einhält und zu einer Deeskalation der Gewalt in der Ukraine beiträgt“, sagte Tillerson am Donnersstag nach seinem ersten Treffen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow am Rande der G20-Außenministerkonferenz in Bonn. Die Friedensvereinbarungen von 2015 zielen auf eine Befriedung des seit 2014 andauernden bewaffneten Konflikts im Osten der Ukraine ab, wo Regierungstruppen gegen prorussische Separatisten kämpfen.

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Lawrow sieht nach Treffen mit Tillerson Basis für Zusammenarbeit

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht nach dem ersten Treffen mit seinem US-Kollegen Rex Tillerson eine gute Basis für eine engere Zusammenarbeit. „Es ist klar, dass wir nicht alle Probleme lösen konnten, aber wir haben ein gemeinsames Verständnis, dass wir dort, wo unsere Interessen übereinstimmen, vorankommen müssen“, sagte Lawrow am Rande des G20-Treffens. Tillerson habe bekräftigt, dass US-Präsident Donald Trump bereit sei, die bilateralen Schwierigkeiten zu überwinden, sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge. Vor allem im Kampf gegen den Terrorismus hätten Moskau und Washington gemeinsame Interessen.

Ein Treffen von Kremlchef Wladimir Putin und Trump werde es geben, sobald die beiden Präsidenten es für möglich halten, sagte Lawrow. Zuletzt hatte Putin den EU-Staat Slowenien für eine erste Begegnung mit Trump nicht ausgeschlossen.

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Das Verhältnis zwischen Moskau und Washington ist so schlecht wie nie seit dem Ende des Kalten Krieges. Russland gibt Ex-US-Präsident Barack Obama dafür die Schuld. Doch zuletzt hatten auch Forderungen der Trump-Regierung die Stimmung getrübt, Moskau solle die Halbinsel Krim an die Ukraine zurückgeben. Russland hatte sie sich 2014 einverleibt. Der Westen sieht darin einen Bruch des Völkerrechts.

Lawrow sagte, er habe mit Tillerson unter anderem über die Konflikte in Syrien, der Ukraine und Afghanistan gesprochen. Dabei habe sein Kollege die Bereitschaft der USA betont, sich in die Konfliktlösung einzubringen. Sobald alle Posten und Aufgaben in den entsprechenden US-Ministerien verteilt seien, könne Russland Kontakte herstellen.

Von RND/dpa

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