Russland will Europas Gashahn nicht zudrehen – auch nicht im Falle neuer Sanktionen

Ein Arbeiter steht an einer Einheit zur Gasbehandlung am russischen Startpunkt der Gaspipeline Nord Stream 2 in St. Petersburg (Archivbild).

Ein Arbeiter steht an einer Einheit zur Gasbehandlung am russischen Startpunkt der Gaspipeline Nord Stream 2 in St. Petersburg (Archivbild).

Moskau. Der Kreml hat Befürchtungen auch in Deutschland zurückgewiesen, Russland könnte im Fall von Sanktionen den Gashahn zudrehen.

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„Russland hat in den schwierigsten Momenten der Konfrontation zwischen Ost und West seine Vertrags­­verpflichtungen tadellos erfüllt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. „Russland hat noch nie einen Grund gegeben, an seiner Zuverlässigkeit zu zweifeln.“ Moskau betont immer wieder, dass auch im Kalten Krieg in der Konfrontation zwischen Sowjetunion und Bundesrepublik das Gas immer geflossen sei.

Russland reagierte damit in der Debatte über neue Sanktionen auf Medienberichte, wonach auch ein Gaslieferstopp drohen könnte. Peskow bezeichnete dies als „Hysterie“ und „Unterstellungen“. Der Westen hatte Moskau mit Konsequenzen gedroht, sollte Russland in die Ukraine einmarschieren. Russland hatte solche Pläne fast täglich zurückgewiesen.

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Der Chef des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), hatte der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ gesagt, falls der Westen Sanktionen verhänge, könnten Gaslieferungen aus Russland „in Gefahr geraten“. Der CDU-Europapolitiker Gunter Krichbaum vermutete, „dass die Preise in diesem Fall steigen würden“.

Nach Einschätzung des Energiemarkt­experten Hanns Koenig vom Analysehaus Aurora Energy Research ist ein „kompletter Lieferstopp“ zwar nicht „das wahrscheinlichste Szenario“, aber das Risiko sei da. Deutschland bezieht einen Großteil seines Gases aus Russland.

RND/dpa

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