Schröder erwirkte Freilassung Steudtners

Peter Steudtner nach seiner Freilassung mit einer Kollegin.

Peter Steudtner nach seiner Freilassung mit einer Kollegin.

Berlin. Die türkische Regierung legte allerdings nach Informationen des RND Wert darauf, dass das laufende Gerichtsverfahren ordnungsgemäß zu Ende gebracht wird und kein politischer Eingriff in dieses Verfahren erfolgen soll.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Vor der Freilassung hatte es intensive Gespräche zwischen der deutschen und der türkischen Regierung gegeben. Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) stand offenbar in sehr engem Kontakt mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu und weiteren Mitgliedern des türkischen Kabinetts. Gabriel hatte offenbar auch die Idee, den früheren Bundeskanzler Gerhard Schröder in quasi "geheimer Mission" als Vermittler einzuschalten. Schröder und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kennen sich aus Schröders Regierungszeiten, in denen das deutsch-türkische Verhältnis noch wesentlich besser war.

Gabriel hatte die Idee, Schröder vermitteln zu lassen, vorab mit Kanzlerin Angela Merkel besprochen, die sich damit einverstanden erklärte. Den Durchbruch im Fall Steudtner brachte dann auch tatsächlich ein persönliches Treffen Schröders mit Erdogan vor einigen Wochen.

Gabriel will diesen ersten Erfolg nutzen, um jetzt auch bei den anderen Inhaftierten voranzukommen. Er ließ sich mit dem Satz zitieren, dass die türkische Regierung „alle Verabredungen eingehalten“ habe, sei „ein gutes Zeichen für die Verbesserung der zur Zeit sehr angespannten deutsch-türkischen Beziehungen“. Vor allem die Fälle der Übersetzerin Mesale Tolu, die mir ihrem zweijährigen Sohn im Gefängnis sitzt, und des Journalisten Deniz Yücel, dessen Haft schon lange ohne jede Anklage andauert, machen Gabriel große Sorgen. Die Freilassung Steudtners könnte ein erster Schritt auch für diese beiden Fälle sein.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch andere Politiker reagierten erleichtert auf die Freilassung. Einige mahnten aber auch, der Prozess sei noch nicht vorbei.

Von Dieter Wonka/RND

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken