Schule wieder aufnehmen: Oberstufe first oder doch erst Grundschüler?

Oberhausen: Stühle stehen auf den Tischen in einem Klassenzimmer, daneben ist der leere Flur der Schule zu sehen.

Oberhausen: Stühle stehen auf den Tischen in einem Klassenzimmer, daneben ist der leere Flur der Schule zu sehen.

Berlin. In den Landesregierungen, aber auch unter Lehrern, Schülern und Eltern wird viel über denkbare Wege diskutiert. Unter dem ausgefallenen Unterricht leiden vor allem diejenigen, die zu Hause nicht so gut gefördert werden. Digitale Angebote sind bislang nur in Ansätzen vorhanden. Das ist die eine Seite.

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Die andere Seite ist, dass gerade in Schulen schwer an Mindestabstand zu denken ist. Die Klassenräume sind nicht dafür ausgelegt. Die Wiedersehensfreude bei vielen Schülern wird groß sein. Hinzu kommt: Viele Lehrer gehören vom Alter her in die Risikogruppen für eine schweren Corona-Verlauf – oder sie haben Vorerkrankungen.

Schichtarbeit bei Lehrern unbeliebt

Was sind mögliche Szenarien? Diskutiert wird ein gestaffeltes Vorgehen. Man könnte zum Beispiel die Oberstufe zuerst in die Schule zurückholen – gerade mit Blick auf die Abiturprüfungen. Die jüngeren Schüler müssten dann noch zu Hause bleiben. Argumente gibt es aber auch dafür, zuerst die Grundschüler wieder in die Schulen zu lassen. So könnten die Eltern im Homeoffice oder auch im Betrieb wieder leichter ihrer Arbeit nachgehen. Auch die Idee, die Schüler in Schichten von früh bis spät zu unterrichten, kursiert. Sie stößt naturgemäß auf wenig Begeisterung in der Lehrerschaft.

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Und was, falls die Schulen bis zu den Sommerferien geschlossen bleiben? Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hält einen “Corona-Bonus” bei den Schulnoten in diesem Jahr für denkbar. “Sollte eine Öffnung der Schulen nicht mehr möglich sein, können Noten auch nach den bisher erbrachten Leistungen plus einen ‘Corona-Bonus’ gegeben werden”, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). “Im Zweifel soll die Bewertung zugunsten des Schülers ausfallen”, sagte Tepe. Entscheidend sei, dass den Schülern kein Nachteil entstehe. Der Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, riet, schlechte Schüler sollten das Jahr freiwillig wiederholen.

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