Ukrainischer Präsident spricht vor Demonstranten in Bern

Selenskyj fordert Sperrung von Oligarchen-Konten

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, wird während einer Demonstration gegen die russische Invasion in die Ukraine vor dem Bundeshaus auf einer Leinwand gezeigt.

Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, wird während einer Demonstration gegen die russische Invasion in die Ukraine vor dem Bundeshaus auf einer Leinwand gezeigt.

Bern. Vor tausenden Antikriegsdemonstranten in Bern hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Schweizer Regierung aufgerufen, die Konten aller russischen Oligarchen zu sperren.

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„Auch das ist ein Kampf gegen das Böse“, sagte Selenskyj nach Angaben des Übersetzers. Selenskyj war live zugeschaltet, während auf dem Platz vor dem Schweizer Parlament mehrere Tausend Menschen mit vielen ukrainischen Flaggen gegen den russischen Krieg gegen die Ukraine demonstrierten.

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Selenskyj war hinter einem Schreibtisch in einem kurzärmeligen Tarnfarben-T-Shirt zu sehen. Als er die Sperrung von Oligarchen-Konten forderte, brandete großer Applaus auf.

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Selenskyj kritisiert Nestlé

Die Schweiz hat sich den europäischen Sanktionen weitgehend angeschlossen. Es gibt aber weitere schwerreiche Russen, die in der Schweiz Geschäfte machen und denen eine Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin nachgesagt wird und die bislang keinen Sanktionen unterliegen. Der ukrainische Präsident kritisierte den Nahrungsmittelkonzern Nestlé, der beschlossen hat, sich vorerst nicht wie viele andere Firmen aus Russland zurückzuziehen.

+++ Alle News zum Krieg gegen die Ukraine im Liveblog +++

Nach seinen Angaben sind durch die russischen Angriffe bis Samstag 112 Kinder und Jugendliche ums Leben gekommen. Das Büro der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte hatte bis Samstag gut 60 Todesfälle unter Minderjährigen dokumentiert. Es braucht aber oft Tage, um gemeldete Todesfälle unabhängig zu überprüfen.

Der Schweizer Präsident Ignazio Cassis hatte Selenskyj persönlich von einer Bühne auf dem Bundesplatz begrüßt. „Wir sind beeindruckt von dem Mut, mit dem dein Volk für Freiheit und Frieden kämpft“, sagte er. „Wir sind beeindruckt, wie ihr die Grundwerte der freien Welt verteidigt, die auch unsere Grundwerte sind.“

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RND/dpa

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