Spahn: Erst Alte und Risikogruppen impfen, dann die Bundesregierung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nimmt seinen Mundschutz ab, als er zu einer Pressekonferenz vor dem Start des Impfprogramms gegen die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) kommt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nimmt seinen Mundschutz ab, als er zu einer Pressekonferenz vor dem Start des Impfprogramms gegen die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) kommt.

Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Entscheidung der Bundesregierung verteidigt, sich zu Anfang der Corona-Impfkampagne nicht gleich selbst gegen das Virus impfen zu lassen. „Wir haben bewusst gesagt, wir beginnen zuerst mit einem Impfangebot an die besonders Verwundbaren, die besonders Verletzlichen“, sagte der CDU-Politiker am Samstag in Berlin. Er fügte aber hinzu: „Sollte es zu einem gegebenen Zeitpunkt auch Sinn machen, um Vertrauen zu stärken, ist jeder von uns als erstes bereit, sich auch impfen zu lassen.“

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Am Sonntag beginnen die Corona-Impfungen in Deutschland. Zuerst sollen die Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Nach den Empfehlungen der ständigen Impfkommission des Robert Koch-Instituts ist „Personal in Schlüsselpositionen der Landes- und Bundesregierungen“ erst in der fünften von sechs Stufen an der Reihe - zusammen mit den Menschen zwischen 60 und 64.

USA: Pence und Biden bereits geimpft

In den USA haben sich bereits der 61-jährige Vizepräsident Mike Pence und der zum Präsidenten gewählte Joe Biden mit seinen 78 Jahren impfen lassen. Spahn sagte, in Deutschland würde es so oder so Diskussionen geben: „Wenn sich die Politik zuerst impfen lässt, werden einige sagen: typisch, die wieder zuerst, und wann sind wir dran?“ Andererseits würden jetzt schon einige sagen: „Warum lassen die sich eigentlich nicht impfen, ist etwas nicht ok?“

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RND/dpa

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