„Sport ist eine Welt für sich“: Frankreich schließt sich diplomatischem Olympia-Boykott nicht an

Frankreichs Bildungs- und Sportminister Jean-Michel Blanquer.

Frankreichs Bildungs- und Sportminister Jean-Michel Blanquer.

Paris. Frankreich schließt sich dem diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking nicht an. Das sagte Bildungs- und Sportminister Jean-Michel Blanquer am Donnerstag im Interview des Senders BFMTV.

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„Der Sport ist eine Welt für sich und muss so weit es geht vor politischen Einflüssen geschützt werden“, sagte Blanquer. Ansonsten würde dies am Ende sämtliche Wettkämpfe unmöglich machen. Wie Blanquer erklärte, werde er nicht selber nach Peking fahren, sondern die beigeordnete Sportministerin Roxana Maracineanu.

Frankreich habe eine klare Position und habe die Verfolgung von Minderheiten wie den Uiguren und Menschenrechtsverletzungen verurteilt. Außerdem habe er seine Besorgnis über das Schicksal der Tennisspielerin Peng Shuai zum Ausdruck gebracht, sagte der Minister.

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Bislang haben sich Australien, Kanada und Großbritannien den USA angeschlossen und wollen keine Regierungsvertreter zu den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar 2022 entsenden. Der neue Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich zurückhaltend in der Frage eines möglichen politischen Boykotts geäußert. Man werde sich im internationalen Zusammenhang beraten und Entscheidungen treffen.

China steht wegen Menschenrechtsverletzungen im Umgang mit Uiguren und Tibetern, wegen der Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong oder den Drohungen gegen Taiwan in der Kritik.

RND/dpa

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