Thüringen muss Patienten in andere Bundesländer verlegen

Die Untersuchung eines Patienten auf der Covid-19 Intensivstation im SRH Waldklinikum im thüringischen Gera. In Thüringen sind bereits mehr als ein Drittel der im Land verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt.

Die Untersuchung eines Patienten auf der Covid-19 Intensivstation im SRH Waldklinikum im thüringischen Gera. In Thüringen sind bereits mehr als ein Drittel der im Land verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt.

Erfurt. Thüringen bereitet nach Angaben von Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) die Verlegung von Krankenhauspatienten in andere Bundesländer vor. Es werde in den nächsten Tagen zu solchen Verlegungen kommen, sagte Werner am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Erfurt. Sie führte dies als einen der Gründe dafür an, dass in Thüringen nun die Corona-Maßnahmen deutlich verschärft werden. „Wir können nur dann auf die Solidarität anderer Bundesländer hoffen, wenn wir selbst auch jede Anstrengung unternehmen, um die Welle zu unterbrechen“, sagte die Ministerin.

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Der Thüringer Intensivkoordinator Michael Bauer warnte bereits vergangene Woche davor, dass wie im vergangenen Winter auch wieder Verlegungen bis nach Schleswig-Holstein möglich sein könnten. Auch jetzt sei die Situation in den Nachbar-Bundesländern angespannt, eine Verteilung über das sogenannte „Kleeblatt-System“ sei schwierig.

Thüringen bildet mit Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin ein „Kleeblatt“, innerhalb dessen bei Überlastungen Patienten in ein anderes Bundesland verlegt werden können.

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In Thüringen gilt die Situation in den Krankenhäusern als äußerst angespannt. Mit Stand vom Dienstag war mehr als ein Drittel der im Land verfügbaren Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt. Die Hospitalisierungsrate lag mit 18,3 Corona-Patienten pro 100 000 Einwohnern in einem Sieben-Tage-Zeitraum bundesweit mit Abstand am höchsten.

RND/dpa

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