Über 270 Tote bei Kämpfen im Jemen

Kinder gehen an Häusern vorbei, die während des anhaltenden Krieges in der Provinz Saada durch Luftangriffe zerstört wurden. (Archivbild)

Kinder gehen an Häusern vorbei, die während des anhaltenden Krieges in der Provinz Saada durch Luftangriffe zerstört wurden. (Archivbild)

Sanaa. Bei heftigen Kämpfen zwischen regierungsnahen Truppen und Huthi-Rebellen sind in den vergangenen zehn Tagen mehr als 270 Menschen ums Leben gekommen. Das verlautete am Mittwoch aus Regierungskreisen und von Stammesführern. Truppen der international anerkannten Regierung hätten den Huthis in den Provinzen Marib, Dschauf und Bayda schwere Verluste zugefügt, verlautete aus Regierungsquellen.

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Das von Saudi-Arabien angeführte und den USA unterstützte Militärbündnis, das die jemenitische Regierung unterstützt, habe in weniger als zwei Wochen mehr als 370 Luftangriffe gegen die Huthis verübt, hieß es aus Regierungskreisen. Zusätzlich zu den Getöteten auf beiden Seiten seien dabei auch mindestens 300 Menschen verwundet worden. Die Huthis hätten die größten Verluste erlitten. Die Informanten wollten nicht namentlich genannt werden.

Ein Sprecher der jemenitischen Streitkräfte, Abdu Abdullah Magli, sagte, diese hätten die Kontrolle über die strategisch bedeutsamen Hilan-Berge erlangt. Die Regierungstruppen hätten das Militärlager Labnat in der Provinz Dschauf zurückerobert und rückten vor in Richtung der strategisch bedeutsamen Provinzhauptstadt von Dschauf, Hasm.

Die vom Iran unterstützten Huthis, die Hasm im März eingenommen hatten, wiesen die Darstellung der Regierungsseite zurück und sagten, sie hätten weiterhin das Lager weiterhin unter ihrer Kontrolle.

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Saudis verkünden Waffenruhe

Nach den Kämpfen der vergangenen Wochen hat das von den Saudis geführte Militärbündnis nun eine am Donnerstag beginnende Waffenruhe verkündet.

Vertreter Saudi-Arabiens sagten am Mittwochabend zu Journalisten, die Entscheidung sei eine Reaktion auf Aufrufe der Vereinten Nationen, Konflikte angesichts der Coronavirus-Pandemie zu stoppen.

Die Waffenruhe werde zwei Wochen gelten, hieß es von Saudi-Arabien. Während dieser Zeit werde das Bündnis Bemühungen der Vereinten Nationen unterstützen, die Konfliktparteien für Friedensgespräche an einen Tisch zu bringen.

RND/AP

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