„Territorium vom Atlantik bis zum Pazifik“

Russischer Militärchef will Deutschland und Frankreich per Referendum annektieren

Ein Soldat trägt eine Wahlurne des Referendums über den Anschluss der Volksrepubliken Donezk und Luhansk an Russland.

Ein Soldat trägt eine Wahlurne des Referendums über den Anschluss der Volksrepubliken Donezk und Luhansk an Russland.

Russland hat vor wenigen Wochen die Region Cherson im Süden der Ukraine völkerrechtswidrig mit einem Scheinreferendum annektiert. International hat nahezu kein Staat die Annexion anerkannt, doch wenn es nach dem von Moskau eingesetzten Vizeverwaltungschef des Gebietes Cherson, Kirill Stremousow, geht, folgt als nächstes Westeuropa.

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„Wir werden leben, wie einst in der Sowjetunion“, sagt er in einem Video, das derzeit in den sozialen Medien kursiert. „Doch dieses Mal wird unser Territorium vom Atlantik bis zum Pazifik reichen.“ Das Video teilte Anton Gerashchenko, ehemaliger Innenminister der Ukraine, bei Twitter. In welchem Kontext und wann der Clip entstanden war, ist bisher unklar.

„Wir werden Europa anbieten, Referenden abzuhalten, wie in Cherson“, sagt Stremousow. Frankreich und „vielleicht einige Regionen Deutschlands“ dürften sich freiwillig unter die Herrschaft der sogenannten Russischen Föderation stellen. „Wir könnten es die Französische Republik der russischen Föderation nennen“, schlägt Stremousow in dem Video vor.

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Wer sich Russland anschließt, würde im Gegenzug von grundlegenden Rechten profitieren: „Wir sind bereit, soziale Rechte für alle zu wahren und die notwendige Menge an Gas und Kraftstoff bereitzustellen.“

Referendum in Cherson

Ende September hatte Russland Scheinreferenden in mehreren ukrainischen Gebieten abgehalten und die Ergebnisse der völkerrechtswidrigen Scheinabstimmungen präsentiert. Allerdings hatte die russische Militärbesatzung viele Menschen unter Waffengewalt zur Abstimmung gezwungen. Eine transparente Auszählung der Stimmen fand ebenfalls nicht statt. Osteuropaexperten hatten schon vor der Pseudoabstimmung darauf hingewiesen, dass Russland am Ende willkürliche Zustimmungswerte veröffentlichen werde, um die Eingliederung der Gebiete zu beanspruchen. Die letzten unabhängigen Umfragen aus der Ukraine hatten dagegen gezeigt, dass sich nur ein äußert geringer Teil für eine Anbindung an Russland ausspricht.

RND/vkoe mit dpa

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