Bei Angriff auf Kiew

Ukraine: Russland hat „erneut gelogen“ – Getreidewaggons statt westlicher Panzer zerstört?

Schwarzer Rauch steigt über der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf. Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs die Hauptstadt und einen Vorort erneut mit Raketen beschossen.

Schwarzer Rauch steigt über der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf. Russland hat nach Angaben des ukrainischen Generalstabs die Hauptstadt und einen Vorort erneut mit Raketen beschossen.

Russland hat am Sonntag die ukrainische Hauptstadt Kiew mit mehreren Raketen angegriffen. Laut Moskau sollen dabei ausländische Panzerlieferungen zerstört worden sein.

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Kiews Bahnchef Olexander Kamyschin wies diese Darstellungen jedoch entschieden zurück: Russland habe „erneut gelogen“, es habe dort keine Panzer oder andere militärische Ausrüstung gegeben.

Bei Lieferung von Langstreckenraketen: Putin droht gen Westen

Der russische Präsident Wladimir Putin droht mit dem Angriff auf weitere Ziele in der Ukraine, sollten die USA der Ukraine Langstreckenraketen liefern.

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Kamyschin teilte auf seinem Telegram-Kanal mit, dass bei dem Angriff Waggons für den Getreidetransport zerstört worden seien, die die Ukraine für den Export nutze. Es zeige, dass Russlands eigentliches Ziel die Wirtschaft der Ukraine und die Zivilbevölkerung sei. „Sie wollen uns die Möglichkeit verwehren, ukrainische Produkte in den Westen zu exportieren.“

Unabhängig überprüfen lässt sich keine der beiden Behauptungen.

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Russland behauptet, Panzerlieferungen aus Osteuropa zerstört zu haben

Das russische Militär hatte zuvor mitgeteilt, die Raketen hätten von osteuropäischen Ländern gelieferte Panzer vom Typ T-72 und andere Militärtechnik zerstört. Sie seien in einem Werk für die Reparatur von Eisenbahnwaggons untergebracht gewesen, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow.

Munich: Protest in Solidarity with Ukraine and against Putin s invasion On May 28, 2022 people protest in Munich, Germany in solidarity with Ukraine and against the Russian invasion of Ukraine. Munich Bavaria Germany Copyright: xleo.fgex

Warum die Kriegsmüdigkeit des Westens Putins mächtigste Waffe ist

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Zuvor hatten Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko und der ukrainische Generalstab von mehreren Raketenschlägen berichtet. Nach Angaben von Klitschko musste ein Verletzter im Krankenhaus behandelt werden. Nach Darstellung des ukrainischen Generalstabs wurden die Raketen von Bombern über dem Kaspischen Meer abgefeuert.

Ukraine: Angriff ein „Akt des Terrorismus“

Der ukrainische Präsidentenberater Mychajlo Podoljak sprach von einem „Akt des Terrorismus“. Er forderte vom Westen weitere Sanktionen gegen Russland sowie die Lieferung schwerer Waffen. „Die heutigen Raketenangriffe auf Kiew haben nur ein Ziel – so viele Ukrainer wie möglich zu töten“, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. Tote gab es bei den Angriffen am Sonntag nicht.

Seit dem Abzug russischer Truppen aus der Region um Kiew Ende März war die Hauptstadt nur noch selten Ziel von Raketenangriffen, zuletzt Ende April. Nun erlebte die Stadt aber erneut schweren Beschuss.

In sozialen Netzwerken veröffentlichten Menschen Bilder und Videos von Bränden und Rauchwolken. Auch Geräusche von Einschlägen waren zu hören. Am Sonntagmorgen gab es fast zweieinhalb Stunden Luftalarm.

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RND/jst mit dpa

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