UN fürchten neuen Flächenbrand im Nahen Osten

Nur einen Tag nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal hat der Iran israelische Ziele auf den Golanhöhen angegriffen.

Nur einen Tag nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomdeal hat der Iran israelische Ziele auf den Golanhöhen angegriffen.

Genf.
Nach der jüngsten militärischen Konfrontation zwischen Iran und Israel in Syrien hat UN-Generalsekretär António Guterres vor einem neuen Flächenbrand im Nahen Osten gewarnt. Er rufe alle Seiten auf, umgehend sämtliche Provokationen und Feindseligkeiten einzustellen, erklärte er am Freitag über seinen Sprecher in New York. Die Region sei bereits jetzt in schreckliche Konflikte verwickelt, unter denen die Zivilbevölkerung immens zu leiden habe.

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Die israelische Armee hatte in der Nacht zum Donnerstag, und damit nur einen Tag nach dem Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen, ihre bislang größte Offensive auf iranische Militäreinrichtungen in Syrien gestartet. Zuvor waren israelische Stellungen auf den Golanhöhen angegriffen worden. Israel macht iranische Eliteeinheiten für die Attacke auf den Golanhöhen verantwortlich, der Iran weist die Vorwürfe allerdings zurück.

Beide Seiten seien nicht an einer weiteren Eskalation interessiert

Mittlerweile haben beide Seiten signalisiert, nicht an einer weiteren Eskalation interessiert zu sein. Guterres erklärte, er habe die teilweise Entspannung im Lauf des Donnerstags mit Erleichterung aufgenommen. Die Vereinten Nationen würden alles tun, um langfristig zur Deeskalation in der Region beizutragen.

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Guterres rief den UN-Sicherheitsrat auf, die Lage aufmerksam verfolgen. Zudem müsse der Krieg in Syrien endlich durch Verhandlungen beendet werden, so wie in Resolution 2254 des Sicherheitsrats vorgesehen. Eine Dringlichkeitssitzung des höchsten UN-Gremiums war zunächst aber nicht geplant.

Von RND/dpa

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