Zivilisten und Infrastruktur im Visier

Neue russische Angriffe auf die Ukraine: UN sprechen von möglichen Kriegsverbrechen

Saporischschja, Ukraine: Am 10.10.2022 fallen Trümmer von zerstörten Wohnhäusern herab.

Saporischschja, Ukraine: Am 10.10.2022 fallen Trümmer von zerstörten Wohnhäusern herab.

Genf. Die jüngsten russischen Angriffe in der Ukraine könnten nach erster Einschätzung des UN-Menschenrechtsbüros Kriegsverbrechen darstellen. Gezielt Zivilisten oder Infrastruktur wie Kraftwerke, die die Menschen zum Überleben brauchen, ins Visier zu nehmen, sei nach internationalem humanitären Recht verboten, sagte eine Sprecherin des Büros am Dienstag in Genf. „Die Orte und die Uhrzeit der Angriffe - als die Menschen zur Arbeit gingen oder Kinder zur Schule brachten - das ist besonders schockierend“, sagte Sprecherin Ravina Shamdasani.

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Nach Informationen des Büros kamen am Montag mindestens zwölf Menschen ums Leben und mehr als 100 wurden verletzt. Zwölf Energiebetriebe und andere wichtige Infrastruktur seien getroffen worden. Kraftwerke kurz vor dem Winter anzugreifen treffe besonders schutzbedürftige Menschen, die wegen ihres Alters oder Krankheiten nicht flüchten könnten. Ukrainische Behörden sprachen am Dienstag von 19 Toten infolge der Angriffe am Montag.

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Das UN-Menschenrechtsbüro rief Russland auf, von einer weiteren Eskalation abzusehen und alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Zivilisten und Schäden an ziviler Infrastruktur zu vermeiden.

RND/dpa

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