Union will Kindergeld erhöhen, SPD eine Staffelung

Beide Parteien wollen junge Familien beim Eigenheimbau unterstützen.

Beide Parteien wollen junge Familien beim Eigenheimbau unterstützen.

Berlin. Mit der Veröffentlichung der Wahlprogramme von CDU/CSU und SPD ist klar, mit welchen Zielen die großen Parteien in die Bundestagswahl gehen. In einer Serie lesen Sie an dieser Stelle, wie sich die Programme unterscheiden. Los geht es mit dem Themenschwerpunkt Familie.

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Kindergeld: Die CDU/CSU will das Kindergeld pauschal um 25 Euro erhöhen. Die SPD will dagegen einkommensschwache Familien stärker unterstützen. Das Kindergeld soll deshalb nach Einkommen gestaffelt werden. Für arme Familien sollen Kindergeld und -zuschlag zu einem erweiterten Kindergeld zusammengefasst werden.

Kinderfreibetrag: Geht es nach der CDU/CSU wird der Kinderfreibetrag (bisher 7356 Euro) in zwei Schritten bis zum Grundfreibetrag für Erwachsene (derzeit 8820 Euro) angehoben. Die SPD lehnt eine Erhöhung des Kinderfreibetrags ab, weil davon vor allem Familien mit Spitzeneinkommen profitieren würden.

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Kinderbetreuung: CDU/CSU und SPD treten für einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschulkindern ein. Die SPD will diesen Rechtsanspruch auch für Kita-Kinder durchsetzen und zusätzlich die Kita-Gebühren schrittweise abschaffen.

Mehr Zeit für Kinder: Nach dem Willen der SPD soll es eine Familienarbeitszeit geben, die Eltern ermöglicht, weniger zu arbeiten. Wenn beide Eltern ihre Arbeitszeit partnerschaftlich aufteilen, erhalten sie das Familiengeld. Es beträgt jeweils 150 Euro monatlich für beide Eltern, wenn sie jeweils 75 Prozent bis 90 Prozent der regulären Vollzeit arbeiten. Es soll bis zu 24 Monate lang gezahlt werden. Die CDU/CSU möchte für Unternehmen ab einer bestimmten Größe das Recht auf eine befristete Teilzeit schaffen. Mütter und Väter könnten dann sicher nach einer Zeit wieder in die Vollzeit-Beschäftigung zurückzukehren.

Ehe: Die SPD will Familien unabhängig davon fördern, ob Eltern verheiratet sind. Das Ehegattensplitting soll zu einem "Familientarif mit Kinderbonus" werden. Partner in heute schon bestehenden Ehen sollen wählen können, ob sie das alte Splittingsystem behalten oder in den neuen Familientarif wechseln wollen.

Familienförderung beim Eigenheim: Das Wahlprogramm der Union sieht vor, dass junge Familien beim Eigenheimbau durch ein Baukindergeld gefördert werden. Wer erstmals eine Immobilie kauft, soll zehn Jahre lang pro Kind und Jahr einen Zuschuss von 1200 Euro bekommen. Beim ersten Kauf eines Eigenheims soll außerdem die Grunderwerbsteuer erlassen werden. Die SPD will den Erwerb von Wohneigentum für Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen durch ein sozial gestaffeltes Familienbaugeld erleichtern. Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat vorgeschlagen, Familien je nach Kinderzahl mit bis zu 20 000 Euro zu unterstützen, wenn sie in Gegenden mit knappem Wohnraum ein Eigenheim bauen oder kaufen.

Von Anne Grüneberg/RND

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