US-Senat bestätigt Gesundheitsminister Becerra – trotz Einwänden
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Der US-Senat hat am Donnerstag den kalifornischen Justizminister Xavier Becerra als neuen Bundesgesundheitsminister bestätigt.
© Quelle: imago images/UPI Photo
Washington. Der US-Senat hat am Donnerstag den kalifornischen Justizminister Xavier Becerra als neuen Bundesgesundheitsminister bestätigt. Das Votum für den 63-Jährigen fiel denkbar knapp aus und vor allem entlang der Parteilinien mit 50 zu 49 Stimmen.
Becerra tritt nun als erster Latino an die Spitze des US-Gesundheitsministeriums. Er dürfte eine bedeutende Rolle beim Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie spielen. Die republikanische Senatorin Susan Collins stimmte anders als ihre Parteikollegen für ihn.
Becerra war seit 2017 als Justizminister im US-Staat Kalifornien tätig und verklagte die Regierung von Präsident Joe Bidens Vorgänger, Donald Trump, 124 Mal. Damit zog er den Zorn vieler Konservativer auf sich.
Führende Republikaner haben ihn außerdem als nicht geeignet für den Ministerposten kritisiert, weil er keine gesundheitspolitische Erfahrung habe. Vor seiner Zeit als Minister in Kalifornien war Becerra 24 Jahre lang Abgeordneter im Repräsentantenhaus. Seine Schwerpunkte waren Bildung, Einwanderung und Gleichberechtigung von Minderheiten.
Als Gesundheitsminister wird er Themen wie die US-Krankenversicherung, Arzneimittelsicherheit und Behandlungen gegen Drogensucht bearbeiten. Angehen dürfte er auch Bidens gesundheitspolitische Ziele wie Medikamentenpreise zu senken und die ungleiche Behandlung von Minderheiten in der medizinischen Versorgung zu bekämpfen.
RND/AP