Vor G-20-Gipfel: Brandattacke auf Porsche-Zentrum

In einem Porschezentrum in Hamburg sind mehrere Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zu dem bevorstehenden G-20-Gipfel.

In einem Porschezentrum in Hamburg sind mehrere Fahrzeuge in Flammen aufgegangen. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang zu dem bevorstehenden G-20-Gipfel.

Hamburg. Vor dem G-20-Gipfel ist die Nacht zum Donnerstag in Hamburg weitgehend friedlich verlaufen. Nur im Umfeld zweier größerer Demonstrationen habe es vereinzelt Flaschenwürfe gegen Polizisten gegeben, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Sechs Menschen seien vorläufig festgenommen worden.

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Womöglich wird die weitestgehend positive Bilanz aber getrübt: Auf dem Gelände eines Porschezentrums in Hamburg-Eidelstedt sind am frühen Donnerstagmorgen zehn Fahrzeuge größtenteils ausgebrannt. "Wir müssen von Brandstiftung ausgehen, der Zusammenhang mit dem G20-Gipfel liegt jetzt wahrscheinlich auf der Hand, aber der muss erstmal nachgewiesen werden“, sagte Hamburgs Polizeipräsident Ralf Martin Meyer im ZDF-„Morgenmagazin.“

Neben der Fahndung laufe die Tatortarbeit. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt. Zu der Brandstiftung kam es auf dem Parkplatz des Autohauses in Hamburg-Eidelstedt. An den ausgebrannten Autos konnten die Fahnder Spuren von Brandbeschleuniger sicherstellen. Inwiefern weitere Wagen durch den Brand beschädigt wurden, kann noch nicht gesagt werden.

Spontanauftritt von Samy Deluxe und „Die Beginner“

Tausende Menschen hatten am Mittwochabend bei einer Nachttanzdemo dem Motto „Lieber tanz ich als G-20“ gegen den bevorstehenden Gipfel demonstriert. Die Polizei bezifferte die Teilnehmer auf 11.000, die Veranstalter sprachen von bis zu 20.000.

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Die Demonstration wurde von Techno-Musik und bunten Schildern begleitet, auf denen Parolen wie „G-20 in die Tonne kloppen“ zu lesen war. Vorwiegend junge Leute nahmen teil, am Rande waren auch Schaulustige mit Kindern zu sehen.

Für Begeisterung unter den Demonstranten sorgten Rapper Samy Deluxe sowie Hip-Hopper Jan Delay und dessen Band „Die Beginner“ mit einem Spontan-Auftritt.

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Auf einem Wagen sangen die beiden Hamburger Musiker am Mittwochabend Songtexte wie "Ich bin Pazifist, ich will keinen Stress, ich will nur, dass sich Donald Trump aus dieser Stadt verpisst". Samy Deluxe forderte die Teilnehmer auf, sich mit einem "Peace"-Zeichen zum friedlichen Protest zu bekennen.

„Welcome to Hell“-Demo am Nachmittag

An diesem Donnerstag richte sich die Aufmerksamkeit der Beamten unter anderem auf die Demonstration der linksautonomen Szene unter dem Motto "G-20 - Welcome to Hell", sagte der Sprecher. Sie war für den Nachmittag geplant. Der Veranstalter erwartete dazu rund 10.000 Teilnehmer.

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Zum Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am Freitag und Samstag werden in Hamburg mehr als 100.000 Gegendemonstranten erwartet - darunter bis zu 8000 gewaltbereite.

Von RND/zys/dpa

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