Washington will Abwehrraketen an die Ukraine liefern

Ukrainische Soldaten patrouillieren an einem Stützpunkt für humanitäre Hilfe in Awdijiwka in der Ostukraine. Die US-Regierung hat einem Waffendeal mit Kiew in Höhe von 39 Millionen Euro zugestimmt.

Ukrainische Soldaten patrouillieren an einem Stützpunkt für humanitäre Hilfe in Awdijiwka in der Ostukraine. Die US-Regierung hat einem Waffendeal mit Kiew in Höhe von 39 Millionen Euro zugestimmt.

Washington. Insgesamt 210 Abwehrraketen und 37 Raketenwerfer im Wert von etwa 47 Millionen Dollar (etwa 39 Millionen Euro) will Washington an Kiew liefern. Bei den Waffen handelt es sich um Rüstungsgüter des Javelin-Systems. Soldaten können die Raketenwerfer auf dem Rücken tragen und diese über die Schulter abfeuern.

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Wie die "Washington Post" berichtet, könnten ukrainische Soldaten diese Waffen im Kampf gegen prorussische Rebellen in der seit 2014 umkämpften Ostukraine einsetzen.

Das US-Außenministerium selbst ließ verlauten, dass der vorgeschlagene Waffendeal zur Außenpolitik und nationalen Sicherheit der USA beitragen wird, indem die Sicherheit in der Ukraine verbessert werde.

Über den Verkauf muss nun der US-Kongress entscheiden. Die Regierung in Kiew habe um die Waffen gebeten, schrieb das Außenministerium weiter. Die Waffenlieferung werde die militärische Balance in der Region nicht verändern, hieß es zudem.

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Moskau droht mit Konsequenzen

Zahlreiche Republikaner hatten US-Präsident Donald Trump im ersten Jahr seiner Amtszeit gedrängt, die ukrainischen Soldaten besser zu unterstützen. Russland hatte in der Vergangenheit bei anderen Gelegenheiten die USA gewarnt, die Lieferung von Waffen an die Ukraine werde zu mehr Blutvergießen führen. Moskau werde dem nicht unbeteiligt zusehen, hieß es etwa im Dezember.

2014 hatten sich nach dem Sturz des moskaufreundlichen Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Annexion der Halbinsel Krim durch Moskau prorussische Rebellen in den Gebieten Donezk und Luhansk von Kiew losgesagt. In dem seither andauernden Krieg wurden UN-Angaben zufolge mehr als 10.000 Menschen getötet. Versuche, eine dauerhafte Waffenruhe zu erreichen, scheiterten bislang.

Von RND/dpa

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