Angriff auf Polizisten?

Wegen Beteiligung am Sturm aufs Kapitol gesucht: Amerikaner erhält Asyl in Belarus

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko. Belarussischen Behörden zufolge hat das Land dem Amerikaner Evan Neumann Asyl gewährt (Archivbild).

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko. Belarussischen Behörden zufolge hat das Land dem Amerikaner Evan Neumann Asyl gewährt (Archivbild).

Washington. Ein in den USA für seine Beteiligung am Sturm auf das Kapitol in Washington gesuchter Mann ist in Belarus untergetaucht. Der 48-jährige Amerikaner Evan Neumann soll in Washington unter anderem Polizeibeamte mit einem Metallzaun angegriffen haben. Das berichtet das Nachrichtenportal der BBC in Berufung auf die belarussische Nachrichtenagentur Belta.

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Zunächst war der Kalifornier in die Ukraine geflüchtet, dann sei er aber im August dazu gezwungen worden, die Grenze nach Belarus zu überqueren. Laut den dortigen Behörden sei Neumann das Ziel ukrainischer Geheimdienste gewesen. Dem Amerikaner sei gestattet worden, sich unbegrenzt in Belarus aufzuhalten. Das Land hat kein Auslieferungsabkommen mit den USA.

Neumann weist Vorwürfe zurück

Gegenüber der staatsnahen Nachrichtenagentur Belta äußert sich Evan Neumann verhalten: „Ich bin froh, dass sich Belarus um mich kümmert. Ich bin unglücklich darüber, dass ich mich in einer Situation befinde, solche Probleme in meinem eigenen Land zu haben.“ Der 48-Jährige weist die Vorwürfe gegen sich zurück. „Ich glaube nicht, dass ich irgendein Verbrechen begangen habe“, so Neumann. Dass er einen Polizisten angegriffen haben soll, sei haltlos.

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Er habe sich an Belarus gewandt, weil er in den USA eine politische Verfolgung fürchte, sagte Neumann weiter. Das FBI habe seine Familie befragt und sein Foto auf seine Liste der meist gesuchten Personen gesetzt.

Beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 waren Tausende in das Regierungsgebäude eingedrungen. Bei dem Angriff auf den Sitz des US-Kongresses waren fünf Menschen ums Leben gekommen. Die Attacke auf das Herz der US-Demokratie, bei der viele Abgeordnete und Senatoren um ihr Leben fürchteten, erschütterte das Land. Trump hatte seine Anhänger zuvor in einer Rede aufgestachelt.

RND/ag

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