Belagerung von Hafenstadt

Wegen russischem Vorgehen in Mariupol: Selenskyj droht mit Verhandlungsabbruch

Seit Wochen belagern russische Truppen die ukrainische Hafenstadt Mariupol.

Seit Wochen belagern russische Truppen die ukrainische Hafenstadt Mariupol.

Kiew. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland mit einem Ende der Friedensverhandlungen gedroht, falls die ukrainischen Kämpfer in der Hafenstadt Mariupol getötet werden sollten. „Die Vernichtung unserer Jungs in Mariupol, das was sie gerade tun (...), könnte einen Schlussstrich unter jede Form von Verhandlungen setzen“, sagte Selenskyj in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit örtlichen Internetmedien.

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Die russischen Truppen verhielten sich gegenüber den verschiedenen ukrainischen Einheiten unterschiedlich. „Es gibt dort Militärs, welche sie absolut hassen, und ich glaube nicht, dass sie diese am Leben lassen“, sagte der ukrainische Staatschef mit Blick auf das von Nationalisten dominierte Regiment „Asow“.

Seit dem 24. Februar belagert

„Wir sind in Verbindung mit den Jungs im eingeschlossenen Werk“, sagte Selenskyj. Die verbliebenen ukrainischen Kämpfer haben sich im Stahlwerk Asowstal verschanzt. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine am 24. Februar wurde Mariupol Anfang März komplett von russischen Truppen eingeschlossen. Russlands Armee gibt an, die Stadt am Asowschen Meer größtenteils erobert zu haben.

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Selenskyj erteilte zudem den von Moskau geforderten Gebietsabtretungen ein weiteres Mal eine Absage. „Wir handeln nicht mit Territorien und mit unseren Menschen“, sagte der 44-Jährige. Die Verhandlungen, die eine russische und eine ukrainische Delegation kurz nach Kriegsbeginn begonnen hatten, seien jedoch notwendig, um den ukrainischen Staat zu verteidigen und die Kämpfe zu beenden.

RND/dpa

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