"Müssen den Antisemitismus entwurzeln, wo immer er sein hässliches Haupt erhebt“

Weißes Haus kritisiert „antisemitische Äußerungen“ von Ex-Präsident Trump

Pressesprecherin Karine Jean-Pierre am Montag bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.

Pressesprecherin Karine Jean-Pierre am Montag bei der täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus.

Washington. Das Weiße Haus hat Äußerungen von Ex-Präsident Donald Trump als antisemitisch bezeichnet. Er hatte amerikanischen Juden vorgehalten, seine Israel-Politik nicht genug zu schätzen. „Die Äußerungen von Donald Trump waren, wie Sie alle wissen, antisemitisch und beleidigend, sowohl für Juden als auch für unsere israelischen Verbündeten“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, bei einer Pressekonferenz am Montag. Trump habe sich seit Jahren im Einklang mit Extremisten und antisemitischen Figuren geäußert. „Wir müssen den Antisemitismus entwurzeln, wo immer er sein hässliches Haupt erhebt“, sagte sie.

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Trump hatte am Sonntag auf der von ihm mitgegründeten Online-Plattform Truth Social behauptet, kein Präsident habe mehr für Israel getan als er. Etwas überraschend sei jedoch, dass „unsere wunderbaren Evangelikalen dies weitaus mehr zu schätzen wissen als die Menschen jüdischen Glaubens, vor allem diejenigen, die in den USA leben“. Die Juden in den USA müssten sich zusammenreißen und schätzen, was sie in Israel hätten - „bevor es zu spät ist“.

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Trumps Äußerungen wurden am Montag unter anderem von der jüdischen Organisation Anti-Defamation League (ADL) kritisiert. Ihr Chef Jonathan Greenblatt verwies darauf, dass Trumps Schwiegersohn Jared Kushner jüdisch sei und seine Tochter Ivanka zum jüdischen Glauben gewechselt war.

Es sei „verblüffend“, dass Trump trotz jüdischer Kinder und Enkel „weiterhin uralte antisemitische Klischees heraufbeschwört“. Er insinuiere, dass Juden nicht loyal seien, früher habe er suggeriert, dass sie gierig seien oder zu viel Macht hätten. Das sei ein „klares Muster für jemanden, der Antisemiten und Extremisten im öffentlichen Diskurs willkommen geheißen hat.“

RND/dpa

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