Wahlkampf beginnt

Wer wird neuer Premierminister? Mehrere britische Minister bewerben um Johnsons Nachfolge

Finanzminister Nadhim Zahawi hat sich um die Nachfolge von Premierminister Boris Johnson beworben - er ist jedoch nicht der einzige.

Finanzminister Nadhim Zahawi hat sich um die Nachfolge von Premierminister Boris Johnson beworben - er ist jedoch nicht der einzige.

London. Gleich mehrere britische Minister sind in das Rennen um die Nachfolge von Premierminister Boris Johnson eingestiegen. Am Samstagabend verkündeten Finanzminister Nadhim Zahawi und Verkehrsminister Grant Shapps ihre Kandidaturen.

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Zahawi teilte mit, er wolle das Land in ruhige Verhältnisse führen und die Wirtschaft stabilisieren. Shapps sagte der „Sunday Times“, er wolle ein Notfallbudget aufstellen, schließe eine vorgezogene Parlamentswahl aber aus. Wie die „Mail on Sunday“ berichtete, wird sich auch Außenministerin Liz Truss bewerben. Auch Ex-Gesundheitsminister Sajid Javid plant nach BBC-Informationen eine Kandidatur.

Neuer britischer Premierminister: viele Kandidaturen erwartet

Damit nimmt der Wahlkampf Fahrt auf. Zuvor hatten bereits mehrere prominente konservative Politiker ihre Ansprüche angemeldet, darunter der frühere Finanzminister Rishi Sunak. Insgesamt werden Kandidaturen von gut einem Dutzend Interessenten erwartet. Hingegen verzichtet Verteidigungsminister Ben Wallace, der in Umfragen unter Parteimitgliedern vorne liegt, auf eine Bewerbung.

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Wallace sagte am Samstag, er habe nach sorgfältiger Überlegung und Beratungen mit Kollegen und seiner Familie beschlossen, nicht als Bewerber für die Nachfolge Johnsons anzutreten. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, aber er wolle sich auf sein aktuelles Amt konzentrieren, sagte er. Wallace galt manchen Beobachtern als einer der aussichtsreichsten möglichen Kandidaten.

Neuer britischer Premier: Bis Anfang September soll Ergebnis feststehen

Wie die Zeitung „Telegraph“ berichtete, soll der Wahlvorgang am Mittwoch beginnen. In jeder Runde scheiden die Kandidaten mit den wenigsten Stimmen aus. Letztlich entscheiden die Parteimitglieder in einer Stichwahl zwischen den beiden verbleibenden Bewerbern. Das Ergebnis solle am 5. September feststehen, schrieb das Blatt.

Premier Johnson hatte am Donnerstag nach beispiellosem Druck aus seiner Partei seinen Rückzug als Parteichef angekündigt. Er will aber bis zur Wahl eines Nachfolgers Regierungschef bleiben. Downing Street stellte klar, dass Johnson sich nicht erneut für den Vorsitz bewerben werde. Dies ihm nach den Regeln der Konservativen Partei aber auch verboten.

RND/dpa

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