Vergleich mit Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg

Russlands Meldungen über „Wunderwaffen“: Selenskyj wirft Moskau verzweifelte Propaganda vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache an das Parlament von Malta aus dem Situationsraum im Verwaltungsgebäude des Präsidenten. Selenskyj hat Russland vorgeworfen, aus Verzweiflung immer mehr „Wunderwaffen“ zu erfinden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einer Videoansprache an das Parlament von Malta aus dem Situationsraum im Verwaltungsgebäude des Präsidenten. Selenskyj hat Russland vorgeworfen, aus Verzweiflung immer mehr „Wunderwaffen“ zu erfinden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, aus Verzweiflung immer mehr „Wunderwaffen“ zu erfinden. Russland versuche im dritten Monat des Angriffskrieges gegen die Ukraine, „sein Wunderkind zu finden“, sagte der Präsident am Mittwoch mit Blick auf Berichte über russische Laserwaffen. Dies deute auf das „völlige Scheitern der Invasion hin“, betonte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache an das ukrainische Volk.

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Zuvor hatte Russland die Einführung eines Hochleistungslasers zum Abschuss von Drohnen und leichten Fluggeräten angekündigt. Nach Darstellung des russischen Vizeregierungschef Juri Borissow hat die neue Laserwaffe eine Reichweite von fünf Kilometern und kann Drohnen in dieser Höhe abschießen. Der Laser solle Luftabwehrraketen ersetzen, die deutlich teurer in der Anschaffung sind.

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Selenskyj spottete in seiner Ansprache über die Erklärung Borissows und warf Russland vor, seine Bestände vorzeitig erschöpft zu haben. Der ukrainische Präsident verglich die Propaganda des Kreml darüber hinaus mit Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. „Nun, in der Propaganda von Nazideutschland gab es einen solchen Begriff ‚Wunderwaffe‘. Je klarer wurde, dass sie im Krieg keine Chance hatten, desto mehr Propaganda gab es über die erstaunliche Waffe, die so mächtig sein würde, dass sie eine Wende im Krieg bringen würde.“

Die russische Propaganda zeige laut Selenskyj allerdings auch, dass Russland Angst habe, zuzugeben, dass auf höchster staatlicher und militärischer Ebene katastrophale Fehler gemacht wurden. Russland werde solange eine Wunderwaffe androhen, bis die ukrainischen Verteidiger das Land Schritt für Schritt befreit hätten, so der Präsident.

Selenskyj macht Hoffnung – bereitet Bevölkerung aber auch auf längeren Krieg vor

„Wir sind verpflichtet, die Besatzer zu vertreiben und der Ukraine echte Sicherheit zu garantieren“, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache.

Nach jüngsten Verlusten: Gerüchte über neue „Wunderwaffe“ häufen sich

Aktuellen Medienberichten zufolge seien neben neuen Laserwaffen auch sogenannte „Terminator“-Kampffahrzeuge im Osten der Ukraine gesichtet worden. Unterstützer Wladimir Putins feiern die namenhafte Waffe BMPT auch als „Wunderwaffe“ des Kremlchefs. Experten zeigten sich zuletzt verwundert, warum Russland die Kampffahrzeuge nicht eher einsetzte, um Verluste im Osten der Ukraine zu vermeiden.

Zuvor hatte die russische Armee bei einem Angriff durch ukrainische Verteidiger bis zu 50 Fahrzeuge und möglicherweise Tausende von Soldaten auf einen Schlag verloren. Ein ukrainisches Artillerie-Bataillon hatte in der vergangenen Woche überraschend das Feuer eröffnet, als die russischen Truppen eine Pontonbrücke über den Fluss Siwerskyj Donez errichten wollten. Militärexperten halten es für möglich, dass bereits knapp die Hälfte der in der Ukraine kämpfenden russischen Soldaten getötet oder verwundet worden sind. Darüber berichtet unter anderem der „Focus“.

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Russland hatte in dieser Woche erstmals Schwierigkeiten und Fehler im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingeräumt. Trotzdem kündigte die russische Kriegsführung erneut an, alle Aufgaben – darunter die Entmilitarisierung und die Entnazifizierung sowie der Schutz der Donezker und Luhansker Volksrepubliken – komplett umzusetzen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg widersprach zuletzt. „Russland erreicht seine strategischen Ziele nicht“, sagte Stoltenberg nach Beratungen der Außenministerinnen und Außenminister der 30 Nato-Bündnisstaaten in der vergangenen Woche. Die Ukraine stehe noch immer und die Nato sei stärker denn je.

RND/hyd

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