Zwei Deutsche bei Terroranschlag in London verletzt

Mindestens sieben Menschen wurden bei einem Terroranschlag am Samstagabend ums Leben gekommen.

Mindestens sieben Menschen wurden bei einem Terroranschlag am Samstagabend ums Leben gekommen.

London/Berlin. Bei dem Terroranschlag in London hat es auch zwei deutsche Verletzte gegeben. Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Sonntag in Dresden. Einer von ihnen habe schwere Verletzungen davongetragen. "Ich denke besonders auch an die Sicherheitskräfte, die schnell vor Ort waren und die drei Täter erschossen haben und damit womöglich ein noch viel schlimmeres Blutbad verhindert haben", sagte de Maizière.

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„Das ist keine neue Dimension“, sagte de Maizière. Es gebe jetzt zwar eine Häufung in Großbritannien, aber Anschläge mit Autos und Lastwagen seien schon aus Nizza, Berlin und auch aus London bekannt. Sie würden auch „empfohlen“, „von dieser Mörderbande, dem sogenannten Islamischen Staat“. Deutschland stehe in Kontakt mit den britischen Sicherheitsbehörden.

Terrorgefahr in Deutschland unverändert hoch

Die Terrorgefahr hierzulande sei unverändert hoch. Einen absoluten Schutz gebe es nicht. „Wichtig ist Vorbeugung, die Täter im Vorfeld zu kennen und abzufangen. Internationale Zusammenarbeit ist dabei extrem wichtig“, betonte der Minister. „Wir werden wohl auf lange Zeit mit dem Terror leben müssen. Gewöhnen an ihn werden wir uns nicht.“

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Bei dem Anschlag am späten Samstagabend auf der London Bridge und dem nahegelegenen Borough Market hatte es sieben Tote und rund 50 Verletzte gegeben.

21 der rund 50 Verletzten befinden sich noch in kritischem Zustand. Das habe die britische Gesundheitsbehörde NHS am Sonntag mitgeteilt, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Premierministerin Theresa May kam laut PA zu einem privaten Besuch ins King’s College Hospital, um Verletzte zu besuchen und mit dem Personal zu sprechen. Der kanadische Premierminister Justin Trudeau teilte am Sonntag mit, dass sich eine Person aus Kanada unter den Todesopfern befinde. Frankreichs Europaministerin Marielle de Sarnez zufolge waren zudem vier Franzosen unter den Verletzten.

"Es waren bestürzende Nachrichten, die uns in dieser Nacht aus London erreicht haben", schrieb Bundesaußenminister Sigmar Gabriel beim Kurznachrichtendienst Twitter am Sonntagmorgen. "Einmal mehr ist Großbritannien vom Terror getroffen worden, einmal war der Anschlag auf Menschen gerichtet, die einfach nur einen vergnüglichen Abend verbringen wollten", twitterte Gabriel weiter und erinnerte damit an den Terroranschlag am Rande eines Konzertes der US-Sängerin Ariana Grande mit 22 Toten vor knapp zwei Wochen.

Am Sonntagabend findet in der britischen Stadt ein Benefiz-Konzert zugunsten der Opfer statt. Neben Grande werden auch Coldplay, Justin Bieber, Katy Perry und Miley Cyrus auftreten.

Von RND/dpa

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