Star-Geiger

David Garrett gesteht Geldnöte, Angstattacken und „Ego-Trip“

Der Geiger David Garrett 

Der Geiger David Garrett.

Lange musste David Garrett mit dem Nötigsten auskommen - dann änderte sich sein Leben schlagartig. Im Interview mit der „Bild“-Zeitung berichtet der Star-Geiger von einem rastlosen Lifestyle: Als mehrfacher Milliardär muss sich der Musiker um Geld keinerlei Sorgen mehr machen, doch der heute 41-Jährige war finanziell nicht immer auf Rosen gebettet, im Gegenteil. „Ich hatte vier Jahre keine Einkünfte aus Konzerten und habe mich damals mit allen möglichen Jobs über Wasser gehalten, sogar als Unterwäsche-Model“, sprach Garrett über den Beginn seiner Zwanziger, als er als mittelloser Student in New York lebte.

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„Die Geldnot war so groß, dass ich meine Miete nicht mehr zahlen konnte und ich nichts mehr zu essen im Kühlschrank hatte“, berichtete Garrett gegenüber der Zeitung. „Mein Konto war ständig leer.“ Aus New York wollte er aufgrund der neuen sozialen Kontakte allerdings nicht wegziehen. Und mit dem musikalischen Erfolg kamen dann die hohen Gagen.

„Mein Motto war lange Zeit: Arbeiten bis zum Limit, feiern bis zum Limit“, erklärte der Geiger. Plötzlich habe der gebürtige Aachener sich ein teures Auto, eine tolle Wohnung und den besten Tisch im Club leisten können. „Natürlich habe ich dieses Leben voll ausgekostet. Das war schon ein ziemlicher Ego-Trip.“

David Garrett: „Habe in diesen Momenten wirklich gedacht, ich sterbe“

Dies gelte auch für Frauenbekanntschaften im Big Apple. „Ich hatte aber immer weniger Zeit, jemanden näher kennenzulernen und die ‚Schnellschüsse‘ häuften sich“, gestand Garrett. Im Jahr 2016 wurden durch eine Ex-Freundin angebliche Details aus seinem Liebesleben öffentlich. Eine andere Verflossene nutzte heimlich seine Kreditkarten, um in Luxus-Boutiquen zu shoppen. „Natürlich bin ich auch mal an die falsche Frau geraten, was ich aber leider erst zu spät bemerkt habe“, räumte der Geiger ein.

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Im „Bild“-Interview berichtete David Garrett zudem von seinen Angstattacken, die genauso wie Herzprobleme 2015 wie aus dem Nichts gekommen seien. „Vor Auftritten fing mein Herz an, heftig nach oben zu pochen. Ich hatte das Gefühl, ich laufe mit Adrenalin voll.“ Sein ganzer Körper habe gezittert und vibriert. „Ich habe in diesen Momenten wirklich gedacht, ich sterbe.“ Aber das Schlimmste sei die Angst vor den Angstattacken selbst gewesen. Erst mit der Geige in der Hand gingen die Attacken weg.

Als Grund für die gesundheitlichen Probleme hat er Überarbeitung ausgemacht. „Ich habe in dieser Zeit wirklich die Kerze an beiden Enden angezündet und bin zu Konzerten ständig zwischen den Zeitzonen hin- und hergeflogen“, sagte Garrett. „Das war unglaublicher Stress und Druck, dem ich ausgesetzt war.“ Selbst auf der Flugzeugtoilette auf dem Weg von einem Konzert zum nächsten habe er noch Geige geübt.

Am Dienstag, 8. März, veröffentlicht David Garrett seine Autobiographie „Wenn ihr wüsstet“, im Sommer ist er wieder auf Tour.

RND/Teleschau

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