Miss Germany Leonie von Hase über ihr Corona-Jahr: „Möglichkeiten waren limitiert“

Hatte nach ihrem Sieg viel vor und konnte leider nicht alles umsetzen: Leonie von Hase.

Hatte nach ihrem Sieg viel vor und konnte leider nicht alles umsetzen: Leonie von Hase.

Sie ist die erste Miss Germany nach neuem Konzept – und hatte große Pläne. Doch die Corona-Krise machte Leonie von Hase (36), die im vergangenen Februar den Wettbewerb gewann, in dem es jetzt mehr um Authentizität und Charakter als um Schönheit gehen soll, einen Strich durch die Rechnung. „Die Möglichkeiten waren sehr limitiert“, sagt sie dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). Normaler­weise tritt die Miss Germany auf zahlreichen Veranstaltungen auf – das war in diesem Jahr kaum möglich.

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Trotz der Enttäuschung sieht sie aber auch interessante Aspekte an der besonderen Ausübung ihres Amtes: „Was spannend war, ist, dass viele Auftritte sich ins Netz verlagert haben“, sagt sie und nennt sich selbst die „digitale Miss Germany“. So habe sie an Online­workshops und -diskussionen teilgenommen. „In Jogginghose, aber dafür lernt man da manchmal die Leute besser kennen als auf einer riesigen Veranstaltung“, so von Hases Sicht der Dinge.

Leonie von Hase will eigene Modekollektion herausbringen

Im August, als die Corona-Beschränkungen lockerer waren, habe sie außerdem einen Job für Mercedes gemacht und in einem Clip ein neues Auto anmoderiert – eines ihrer Highlights, wie die Mutter eines Sohnes, die als Selbstständige einen Online-Vintageshop betreibt, erzählt. „Das war mit dem Moderieren auf jeden Fall eine Richtung, die mir gut gefallen hat.“ Ein weiterer Höhepunkt soll dann noch kurz vor Ende ihrer Amtszeit kommen und das ansonsten verhältnismäßig ruhige Jahr etwas wieder gutmachen: „Ich werde Ende Januar eine eigene Modekollektion herausbringen“, verrät sie. Dabei handele sich um Vintage-inspirierte Klamotten, „die nicht trendbestimmt sind und das ganze Jahr getragen werden können“. Dabei sei ihr auch die nachhaltige Produktion wichtig gewesen: „Wir produzieren auch erst, wenn eine bestimmte Stückzahl bestellt ist“, erklärt die 36-Jährige.

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„Das ist tatsächlich ein Traum, den ich mir erfülle“, erzählt von Hase, die mit ihrem Shop ansonsten kein profitables Jahr gehabt und Verluste gemacht habe. Die Modekollektion aber nehme sie als Herzensprojekt aus der Amtszeit als Miss Germany mit.

Kielerin muss ihre Hochzeit verschieben

Ein privates Herzensprojekt der Kielerin, die in Namibia geboren ist und dort Familie hat, ist hingegen wegen Corona vorerst gescheitert: Sie wollte eigentlich in diesem Jahr ihren Verlobten heiraten. Doch daraus wurde nichts. „Wir haben die Hochzeit erst mal verschoben, bis wir wissen, was so geht“, erklärt von Hase. Denn wenn sie heirate, wolle sie auch ihre Familie und ihre Freunde aus Namibia und der ganzen Welt dabeihaben. Sowieso sei das eines der Dinge, die sie in dieser Krise am meisten bedrücken: dass sie ihre Familie und Verwandten auf der anderen Seite der Welt schon so lange nicht mehr besuchen konnte. Und auch ein eigentlich als Miss Germany in Namibia geplantes Projekt scheiterte aus diesem Grund.

Ein paar Aufgaben hat Leonie von Hase als Miss aber doch noch, bevor sie am 27. Februar abgelöst wird. Sie hilft bei der Auswahl der neuen Kandidatinnen und wird auch bei der Kür der neuen Gewinnerin dabei sein. „Ich stehe mit vielen Teilnehmerinnen in Kontakt“, erzählt sie. So hätten viele der Bewerberinnen sich auch mit Fragen an sie gewandt. Bei den sogenannten Live-Experiences, bei denen die Kandidatinnen sich bei Shootings und in Interviews präsentieren, war sie ebenfalls dabei, führte unter anderem die Gespräche mit ihnen.

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Ende der Amtszeit rückt immer näher

Mit diesen Aufgaben kommt sie auch dem Ende ihrer Amtszeit immer näher, was sie „bitter-sweet“ nennt. „Ich wusste von Anfang an, dass es eine limitierte Sache ist, aber es ist natürlich schade, dass ich nie richtig in Fahrt kommen konnte“, sagt von Hase. Sie stehe aber immer noch hinter dem neuen Konzept des Wettbewerbs, und eines bleibe ihr trotz beschränktem Corona-Jahr als Miss: „Ich bleibe für immer die erste New Miss Germany“, sagt sie. Zumindest das. Und nach der Wahl im Februar will sie sich dann wieder mehr auf ihre Klamottenmarke und ihren Onlineshop konzentrieren.


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