Anlässlich des 70. Thronjubiläums

Queen, Alicia Keys, Elton John: hochkarätige Stars bei Konzert für Queen Elizabeth

Die Bühne für das große Konzert zum 70. Thronjubiläum stand direkt vor dem Buckingham Palace.

Die Bühne für das große Konzert zum 70. Thronjubiläum stand direkt vor dem Buckingham Palace.

Die Queen war bei dem Konzert vor dem Buckingham-Palast zwar nur als Darstellerin in einem Video dabei. Das jedoch sorgte für viel Begeisterung. Schließlich traf Königin Elizabeth II. auf keinen Geringeren als Paddington. In dem Clip sieht man die beiden im Schloss beim Nachmittagstee. Der Bär verbreitet wie gewohnt Chaos. Um die Wogen zu glätten, bietet er ihr ein Marmeladen­sandwich an, welches er stets unter seinem Hut trägt. Sie lehnt höflich ab und zaubert ihrerseits eines aus ihrer Handtasche. „Für später“, sagt sie und zeigt sich dabei, wie Britinnen und Briten sie in diesen Tagen am liebsten sehen, mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

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Tatsächlich verfolgte die Queen das Konzert des Fernsehsenders BBC anlässlich ihres 70. Thronjubiläums am Samstagabend zirka 30 Kilometer von Buckingham-Palast entfernt von Schloss Windsor aus. Schon im Vorfeld galt als sicher, dass die 96‑Jährige aufgrund ihres Alters und ihrer eingeschränkten Mobilität nicht bei der Veranstaltung dabei sein kann. Der Vorfreude tat dies jedoch keinen Abbruch. Schon in den frühen Morgen­stunden kamen Fans zu The Mall, der Prachtstraße, die zum Palast führt, um sich die besten Plätze zu reservieren. Angekündigt waren unter anderem die Band Queen, Alicia Keys, Craig David sowie Elton John.

Elton John beim Konzert am Samstag in London.

Elton John beim Konzert am Samstag in London.

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20.000 Tickets wurden verteilt

Als sich gegen 16 Uhr lange Schlangen in der Parkanlage um den Palast bildeten, glich die Stimmung der eines Festivals. Viele waren in den Farben des Union Jack gekleidet, mit Schals, Schleifen und natürlich Hüten. Wer es hierher geschafft hatte, wurde sogar vom Sicherheits­personal beglück­wünscht. Denn von den mehr als 20.000 Tickets waren mehrere Tausend für Menschen mit systemrelevanten Berufen und für Streitkräfte reserviert. Die restlichen Karten wurden verlost.

Zwei, die Glück hatten, sind Sarah Pearson (40) und ihre Mutter Linda Matthews (68). Sie kamen aus Manchester im Nordwesten Englands nach London. „Ich habe die letzten zwei Konzerte anlässlich der Jubiläums­feierlich­keiten von The Mall aus mitverfolgt“, sagte die 40‑Jährige. Nun freuten sie sich darauf, dies endlich mal aus der Nähe mitzuerleben, und natürlich auf den Herzog und die Herzogin von Cambridge sowie den Auftritt der Band Queen mit dem Sänger Adam Lambert.

Queen eröffnet das Konzert für die Queen

Nachdem sich die Ränge gefüllt, und sich viele noch mit einem Hotdog gestärkt hatten, eröffnete die Band Queen schließlich unter anderem mit dem Song „We are the Champions“ das Konzert. Dabei wedelten Britinnen und Briten kleine Union Jacks. Später erstrahlte der Buckingham-Palast in den Farben der Nation, rote Telefonzellen wurden gezeigt, und das Antlitz eines Corgis, der Lieblings­hunde­rasse der Monarchin, in den Himmel projiziert. Britischer wäre der Abend nur noch gewesen, wenn es geregnet hätte. Musikalisch beeindruckte unter anderem der kraftvolle Auftritt der US‑amerikanischen Sängerin Alicia Keys; sowie die Performance des Zweit­platzierten beim diesjährigen Eurovision Song Contest, Sam Ryder, der in seinem glitzernden Ganz­körper­anzug und mit seinen langen Haaren von Weitem ein bisschen so aussah wie einst Guildo Horn.

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Die eigentlichen Stars des Abends waren neben der Queen jedoch die anwesenden Royals selbst. Sie saßen in einem exklusiven Bereich, der überdacht war und beleuchtet wurde. Mit dabei waren Charles und Camilla, William und Kate sowie deren Kinder Charlotte und George, nicht aber Meghan und Harry. William betonte in einer Ansprache, dass er das Erbe seiner Großmutter fortsetzen und sich ebenfalls für den Schutz der Natur einsetzen wolle. Wenig später ergriff auch der Prinz von Wales das Wort, mit Camilla an seiner Seite. „Im Namen von uns allen möchte ich Eurem lebenslangen selbstlosen Dienst meinen eigenen Tribut zollen“, sagte der 73‑Jährige in seiner Rede an „Eure Majestät, Mami“.

Weniger begeistert reagierten die Britinnen und Briten auf die Anwesenheit ihres Premier­ministers Boris Johnson. Er winkte von der Tribüne aus und erntete entrüstete Buhrufe, wieder einmal. Zu einer überraschenden Enttäuschung für manche wurde überdies der Auftritt der Sängerin Diana Ross, die als Höhepunkt des Abends angekündigt wurde. Diese verfehlte selbst für den musikalischen Laien hörbar den einen oder anderen Ton. Eine Besucherin sagte später, dass sie alles „super“ fand, nur dieser Auftritt sei „flach wie ein Pfannkuchen“ gewesen. Die Queen jedenfalls konnte das alles gemütlich von Schloss Windsor aus beobachten, vielleicht sogar bei einem Marmeladen­sandwich.

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