Nach Kritik an Cumberbatch-Film als „Stück Scheiße“

„The Power of the Dog“: Sam Elliott entschuldigt sich für Kritik an Film

Der US-Schauspieler Sam Elliott kritisierte den Film „The Power of the Dog“ enorm - nun folgte die Entschuldigung.

Der US-Schauspieler Sam Elliott kritisierte den Film „The Power of the Dog“ enorm - nun folgte die Entschuldigung.

Seine Aussagen über „The Power of the Dog“ schlugen hohe Wellen, nun hat sich Schauspieler Sam Elliott öffentlich dafür entschuldigt. „Ich habe einige Dinge gesagt, die Menschen verletzt haben, und ich fühle mich schrecklich deswegen“, erklärte der 77-Jährige bei einem Event des Branchenmagazins „Deadline“.

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Anfang März hatte Elliott in einem Podcast den Film von Regisseurin Jane Campion als „Stück Scheiße“ bezeichnet und war ausufernd über ihn hergezogen. Nicht nur hatte er kritisiert, dass die Regisseurin als Neuseeländerin nichts über den Wilden Westen wisse und Cowboys als nicht männlich genug darstelle, auch beklagte er „Anspielungen auf Homosexualität über den gesamten verdammten Film“. Die Szenen mit oberkörperfreien Cowboys hätten ihn an die Chippendale-Tänzer erinnert.

Offenbar hat sich der Schauspieler inzwischen aber reichlich Gedanken über seine Kommentare gemacht. Er habe dem Podcaster mitgeteilt, dass Jane Campion eine „brillante Regisseurin“ sei und dass er sich bei dem Cast des Films, die alle „brillante Schauspieler“ seien, entschuldigen möchte, insbesondere bei Benedict Cumberbatch. „Ich kann nur sagen, dass es mir leid tut“, so Elliott am Sonntag.

Elliott: „Hab es nicht sehr gut artikuliert“

Der Film habe bei ihm wohl einen „Nerv getroffen“, erklärt Elliott weiter. Doch wie er seine Gefühle darüber in dem Podcast ausgedrückt habe, sei nicht angemessen gewesen. „Ich habe es nicht sehr gut artikuliert.“ Homosexuelle seien zu ihm in seiner gesamten Karriere unglaublich gewesen. „Es tut mir leid, dass ich einen dieser Freunde und jemanden, den ich liebte, verletzt habe.“

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„The Power of the Dog“ handelt von zwei unterschiedlichen Brüdern, die - angesiedelt in einer Zeit zwischen Pferd und Auto - eine große Rinder-Ranch in Montana betreiben. Als George (Jesse Plemons), dem Fortschritt zugewandt, die Witwe Rose (Kirsten Dunst) heiratet und sie samt Sohn zu sich holt, reagiert sein Bruder Phil (Benedict Cumberbatch) auf bösartige Weise. Wie schon Thomas Savages Roman „Die Gewalt der Hunde“ (1967), auf welchem der Film beruht, erzählt auch Jane Campions zwölffach für einen Oscar nominiertes Werk von Homophobie und unterdrückter Homosexualität. Campion wurde für den Film mit einem Oscar für die beste Regie ausgezeichnet.

RND/Teleschau

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