„Der Pöbel ist auf Sylt angekommen“

Punks spielen auf Sylt „Flunkyball“ mitten in der Fußgängerzone

Punks spielen das Trinkspiel „Flunkyball“ auf Sylt.

Punks spielen das Trinkspiel „Flunkyball“ auf Sylt.

Vom Bahnhof bis hinunter zum Strand zieht sich die Fußgängerzone von Westerland auf der Insel Sylt. Dort, wo Alkohol eigentlich verboten ist und normalerweise Urlauberinnen und Urlauber bummeln gehen, zielen am Pfingstsamstag Männer und Frauen mit einem kleinen Ball auf eine Flasche, die sie in ihrer Mitte aufgestellt haben. Wann immer sie das Behältnis mit dem Ball umwerfen, setzen sie die Bierdosen an den Mund und trinken, so viel ihre Kehlen aufnehmen können. Wer die Dosen zuerst leert, gewinnt „Flunkyball“, so der Name dieses Trinkspiels.

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Der erwartete „Ansturm“ von Punks zum Start des 9-Euro-Tickets, er hat Sylt tatsächlich erreicht. Vor Wochen hatten sie scherzhaft zu „Chaostagen“ auf der oft zitierten „Insel der Reichen und Schönen“ aufgerufen. Wieso? Moritz Luft, Chef der Sylt Marketing GmbH, hatte gesagt, die Insel sei für einen Ansturm von 9-Euro-Ticket-Besucherinnen und ‑Besuchern nicht gerüstet. Das hatte viele Menschen verärgert, sie hatten sich zu Zweite-Klasse-Touristinnen und ‑Touristen degradiert gefühlt.

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In den sozialen Medien formierte sich wütender Protest. In Facebook- und Discord-Gruppen wurde dazu aufgerufen, die Insel zu stürmen – allerdings scherzhaft. Die Ersteller dieser Gruppen wiesen darauf hin, dass die angekündigte Party „reine Satire“ sei und „keinerlei Aufruf, nach Sylt zu reisen“, darstelle. Und dennoch ziehen Männer und Frauen am Samstag in abgerissenen Jeans durch Westerland.

„Chaostage“ auf Sylt: Alternative feiern in Westerland

Die Fußgängerzone in der Friedrichstraße ist zu einem Treffpunkt der Alternativen geworden. Im Gepäck haben sie Isomatten, Schlafsäcke und Bierkisten. „Endlich mal normale, nette Menschen auf Sylt“, kommentiert die Fotografin das Bild.

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Auch die Strände füllen sich mit Punks. Zwischen den Strandkörben breiten sie ihre Handtücher aus. „Der Pöbel ist auf Sylt angekommen. Da fallen den 1 % gleich schockiert die Krabbenbrötchen aus der Hand“, kommentiert eine Frau ihr Foto einer solchen Szene im Hinblick auf finanziell besser gestellte Menschen ironisch.

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Dabei blieb es insgesamt ruhig, sagte ein Polizeisprecher. Auch in der Nacht habe es keine größeren Einsätze gegeben. Eine Gruppe von 50 bis 80 Punkern, die schon einige Tage auf der Insel seien, sei mal „ein wenig laut gewesen“, aber auch das sei nichts Besonderes.

Bahn-Chaos vor Sylt

Schon am Morgen deutete sich an, dass es auf der Insel eng werden würde. Die Züge in Richtung Küste waren schlichtweg voll. Zugbegleiterinnen und ‑begleiter mussten etliche Reisende etwa in Hamburg darum bitten, die Bahn wegen Überfüllung zu verlassen. Fahrgäste, die an Bahnhöfen zwischen Hamburg und Sylt zusteigen wollten, hatten das Nachsehen: Die überfüllten Züge konnten keine weiteren Reisenden aufnehmen.

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Dementsprechend voll waren dort die Bahnsteige. Auch die Aufgänge waren vielerorts komplett dicht. Von hier aus bis nach Sylt durchkommen? An etlichen Bahnhöfen in der Bundesrepublik am Samstag unmöglich.

RND/vh/mit dpa

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