Sanktionen nach Angriff auf Ukraine

Auch Baltenstaaten schließen Luftraum für russische Flugzeuge

Ein Passagierflugzeug der russischen Luftfahrtlinie Aeroflot landet auf der Südbahn am Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt (BER).

Ein Passagierflugzeug der russischen Luftfahrtlinie Aeroflot landet auf der Südbahn am Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt (BER).

Tallinn. Auch die baltischen Staaten wollen wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine ihren Luftraum für Flugzeuge aus dem Nachbarland sperren. „Estland schließt sich der Initiative Polens an und wird allen russischen Fluggesellschaften die Nutzung unseres Luftraums verbieten“, sagte Wirtschaftsminister Taavi Aas einem Rundfunkbericht zufolge am Samstag in Tallinn. Es werde bereits eine entsprechende Beschlussvorlage vorbereitet.

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Schließung des Luftraums der Baltenstaaten gleichzeitig

Auch Lettland und Litauen wollen den Luftraum für russische Flugzeuge sperren. „Alle Sanktionen und Beschränkungen funktionieren viel erfolgreicher, wenn sie weitreichend und umfassend sind. Deshalb stimmt sich Lettland in dieser Angelegenheit mit den anderen baltischen Staaten ab“, teilte der lettische Verkehrsminister Talis Linkaits mit. Nach Angaben seines litauischen Kollegen Marius Skuodis soll die Schließung des Luftraums der drei Baltenstaaten gleichzeitig erfolgen.

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„Eine weitere Grundsatzentscheidung ist auf dem Weg“, kommentierte Regierungschefin Kaja Kallas auf Facebook den Schritt des baltischen EU- und Nato-Landes. „Polen und Tschechien haben dies bereits getan, und wir fordern alle Länder der Europäischen Union auf, dasselbe zu tun. Die Flugzeuge eines Paria-Staats haben keinen Platz am Himmel von Demokratien“, schrieb sie.

Nach monatelangem Truppenaufmarsch an den Grenzen zur Ukraine hatte Russland am Donnerstag eine Offensive mit Bodentruppen und Luftangriffen im ganzen Land gestartet. „Der brutale Angriff des Putin-Regimes auf Demokratie und Freiheit in der Ukraine ist unverzeihlich“, schrieb Kallas. „Der Westen muss Russland sowohl wirtschaftlich als auch politisch isolieren.“ Auch Aas betonte: „Europa muss in seiner Reaktion geeint und entschlossen sein.“

RND/dpa

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