Corona auf Mallorca: Balearen mit Rekord an Neuinfektionen

Die Touristinnen und Touristen sind zurück – doch die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt und steigt auf Mallorca.

Die Touristinnen und Touristen sind zurück – doch die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt und steigt auf Mallorca.

Palma. Der deutschen liebsten Urlaubsinsel Mallorca sowie die weiteren Inseln der Balearen könnten schon am morgigen Freitag zum Hochinzidenzgebiet ernannt werden. Der Grund: Die Anzahl an Neuinfektionen mit Covid-19 nimmt enorm zu. Am Donnerstag gab es einen traurigen Höhepunkt: Die Balearen hatte so viele Neuinfektionen innerhalb eines Tages zu vermelden wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Binnen 24 Stunden seien 795 Ansteckungen mit dem Coronavirus erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden der spanischen Mittelmeerinseln am Donnerstag in Palma mit.

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Schon in den vergangenen Tagen stieg die Anzahl der Neuinfektionen vor allem mit der ansteckenderen Delta-Variante enorm. Von Mittwoch auf Donnerstag stieg die Anzahl der Neuinfektionen um 115 Fälle. Die bisher höchste Zahl war zuvor am 19. Januar mit 776 registriert worden. Die Region mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern hatte im Winter bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Werte ganz Spaniens.

Junge Erkrankte, leichte Verläufe, wenig Intensivpatienten: Lage auf Mallorca entspannt

Die Regionalregierung betonte, obwohl schon seit vielen Tagen ein Anstieg der Infektionszahlen registriert werde, sei „die Situation in den Krankenhäusern unter Kontrolle“. Da auf den Balearen wie in ganz Spanien sich derzeit vor allem jüngere Menschen anstecken und die Krankheitsverläufe auch deshalb zumeist milder sind, war die Lage relativ entspannt: Nur 26 Patienten lagen auf den vier Inseln mit Covid-19 auf Intensivstationen. Die Auslastung der Intensivbetten lag weiterhin bei zwölf Prozent. Zudem sind schon rund 50 Prozent der Bewohner der Balearen vollständig geimpft.

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Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben der balearischen Behörden 265. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert nur bei acht. In ganz Spanien klettern die Infektionszahlen seit Ende Juni unaufhörlich. Die Bundesregierung stufte deshalb jüngst das ganze Land als Risikogebiet ein. Das könnte sich am morgigen Freitag allerdings schon ändern. Länder, die eine stabile Inzidenz über 200 haben, können zum Hochinzidenzgebiet hochgestuft werden. Dann gilt nicht nur eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, sondern auch eine zehntägige Quarantänepflicht für ungeimpfte Reiserückkehrerinnen und Reiserückkehrer. In vielen Bundesländern kann die Quarantäne nach fünf Tagen durch einen negativen Corona-Test beendet werden.

RND/msk/dpa

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