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Erstes Bundesland startet in die Sommerferien

„Ein absolutes Desaster“: Chaos und Tumulte an Flughäfen in NRW

Das Reisechaos am Flughafen Düsseldorf geht weiter. Lange Schlangen vor dem Security-Check am 24. Juni.

Der Flughafen Düsseldorf ist völlig überfüllt – und das schon am letzten Schultag vor Start der Sommerferien in NRW an diesem Freitag. Bereits am Vormittag gab es beispielsweise am Düsseldorfer Flughafen lange Warteschlangen bei der Gepäckaufgabe und vor allem an den Sicherheitskontrollen. Viele Urlauber waren nach eigenen Angaben schon mehrere Stunden vor dem geplanten Abflug gekommen, um rechtzeitig am Gate zu sein.

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„Wir fliegen um 13 Uhr, sind aber schon um 9 Uhr hergekommen“, sagte etwa ein Passagier, der mit seiner Frau nach Fuerteventura fliegen wollte. Seit über einer Stunde warte er bereits darauf, die Koffer abgeben zu können. Auch eine Familie mit Ziel Mallorca war vorsichtshalber schon drei Stunden früher zum Flughafen gefahren, wie der Vater sagte.

In den sozialen Medien veröffentlichen Reisende Bilder des Reisechaos. „Die Schlangen haben kein Ende. Einfach wow...“, schreibt ein Passagier des Düsseldorfer Flughafens auf Twitter.

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Am Flughafen Köln/Bonn mussten Reisende am frühen Nachmittag allein an den Sicherheitskontrollen bis zu zwei Stunden warten, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Die Schlange reiche vom Terminal 1 bis ins Terminal 2 hinein. „Wir versuchen natürlich alles Mögliche, um die Wartezeiten möglichst gering zu halten“, sagte der Sprecher. Der Sicherheitsdienstleister habe zusätzliches Personal akquiriert.

Schon vor Ferienstart lange Schlangen am Düsseldorfer Airport

Bereits in den vergangenen Tagen stauten sich Menschenmassen regelmäßig vor den Kontrollstellen am Check-in und der Sicherheitskontrolle, wie Fotos und Videos auf Twitter zeigen. Er habe am Donnerstagabend mehr als zwei Stunden vor der Sicherheitskontrolle gewartet, schreibt ein Passagier auf Twitter.

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„Ein absolutes Desaster“

Vor den Luftsicherheitskontrollen und auf dem Rollfeld kam es am Mittwochabend sogar zu Tumulten aufgebrachter Passagiere – inklusive Handgreiflichkeiten. Die Bundespolizei war vor Ort, um einzugreifen und zu beruhigen. Flüge wurden kurzfristig gestrichen. „Es war ein neuer schlimmer Tiefpunkt für den Airport“, zitiert die „Rheinische Post“ Verdi-Sekretär Özay Tarim. „Das war ein absolutes Desaster.“

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Am Flughafen Köln/Bonn sah es kaum besser aus – auch hier stauten sich die Passagiere in teils Hunderten Meter langen Schlangen vor der Sicherheitskontrolle. Eurowings streicht dort täglich zahlreiche Flüge, unter anderem nach Mallorca, Rom und London.

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Bundespolizei ist am Flughafen im Einsatz

Für die Sommerferien befürchtet die Deutsche Bundespolizeigewerkschaft noch Schlimmeres: „Tumulte werden nicht mehr zu verhindert sein. Das steht für mich absolut fest“, zitiert die „Rheinische Post“ den Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft, Heiko Teggatz.

Denn tatsächlich waren die vergangenen Wochen nur der Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Wochen noch kommt: Nordrhein-Westfalen ist das erste deutsche Bundesland, das an diesem Freitag in die Sommerferien startet – auf die Flughäfen rollt am Wochenende die erste große Urlauberwelle zu.

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Airlines streichen Flüge: Was Reisende wissen müssen

Gestrichene Flüge, Probleme bei der Abfertigung an den Flughäfen: Womöglich steht ein chaotischer Flugreisesommer bevor. Ist der Urlaub in Gefahr?

Fast so viele Flüge wie vor Corona

Der Flughafen Düsseldorf rechnet zwischen Freitag und Sonntag mit mehr als 200.000 Passagierinnen und Passagiere. In den verkehrsreichsten Zeiten würden damit schon wieder fast so viele Passagiere abgefertigt, wie vor der Corona-Pandemie, berichtete Flughafenchef Thomas Schnalke in dieser Woche. Der Flughafen Köln-Bonn erwartet etwa 115.000 Passagiere, rund 86 Prozent des Vorkrisenniveaus. Und auch Deutschlands größter Airport Frankfurt/Main geht von einem ein erhöhten Passagieraufkommen aus.

Teils würden die Fluggastzahlen sogar bei 100 Prozent des Vorkrisenniveaus oder darüber liegen, sagte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Hinzu komme, dass es bei den Flugplänen eine Konzentration auf wenige Spitzenstunden gibt. Besonders zu diesen Peaks werde es zu Engpässen kommen – „und das ist sehr unschön für alle Reisenden“.

Chaos zum Ferienbeginn: Lange Warteschlangen am Düsseldorfer Flughafen

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Personalmangel an Flughäfen

Das Problem: Es fehlt den Flughäfen allerorten an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, um den Ansturm der Reisenden reibungslos zu bewältigen. Von der Passagierkontrolle über die Flugzeugabfertigung bis hin zu den Flugbegleitern, überall mangelt es an Personal.

„Im Durchschnitt fehlen etwa 20 Prozent des operativen Bodenpersonals an deutschen Flughäfen“, sagt Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV. Benötigt würden 5500 zusätzliche Mitarbeitende – vom Check-in über die Sicherheitskontrolle bis hin zur Gepäckverladung. Hinzu kommen Streiks bei mehreren Airlines in Europa – darunter bei Ryanair und Easyjet.

„Welcome to the chaos. That‘s all I can say these days“, habe die Pilotin die Reisenden an Bord einer Lufthansamaschine begrüßt, twitterte Handelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes.

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Flugausfälle bei Lufthansa und Co.

Nicht nur auf lange Wartezeiten, auch auf gestrichene Urlaubsflüge müssen sich Reisende einstellen. Lufthansa hatte bereits vor gut zwei Wochen angekündigt, 900 Verbindungen an Freitagen und Wochenenden im Juli zu streichen.

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Nun kommt es noch dicker: Mitten in der Sommerferienzeit werden wegen Personalmangels mehr als 2000 weitere Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München gecancelt – auch an den übrigen, bislang weniger betroffenen Wochentagen. „Die Streichungen betreffen insbesondere innerdeutsche und innereuropäische Flüge, jedoch nicht die in der Ferienzeit gut ausgelasteten klassischen Urlaubsziele“, teilte Lufthansa mit.

Auch Eurowings, Easyjet, Ryanair und weitere Airlines haben Flugausfälle angekündigt.

RND/gei/dpa

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