Preisvergleichsanalyse

Ferienhausurlaub wird im Sommer 2023 nicht teurer

Ein Ferienhaus an der Ostsee. Laut einer Preisvergleichsanalyse werden Unterkünfte in Deutschland im nächsten Sommer nicht teurer.

Ein Ferienhaus an der Ostsee. Laut einer Preisvergleichsanalyse werden Unterkünfte in Deutschland im nächsten Sommer nicht teurer.

Energie, Lebensmittel, Flüge, Pauschalreisen, alles wird gerade teurer. Angesichts der steigenden Preise werden einige sich bereits gefragt haben, ob sie sich den Urlaub im nächsten Jahr überhaupt noch leisten können.

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Das Unternehmen bestfewo, mit über 125.000 Ferienwohnungen und Ferienhäuser in Deutschland, hat jetzt die Preise für Ferienhausurlaub analysiert – mit einem überraschenden Ergebnis. Demnach wird der Urlaub im Sommer 2023 keinesfalls teurer. Ganz im Gegenteil: In einigen deutschen Urlaubsregionen zahlen Gäste sogar weniger als in diesem Jahr.

Urlaubswoche kostet rund 10 Euro weniger

Mehr als eine halbe Million Preise hat die Plattform analysiert. Verglichen wurden dabei die Kosten für Ferienhäuser und -wohnungen in den Monaten Juni bis August 2022 mit denen für Unterkünfte im Sommer 2023.

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Im Schnitt wird die Urlaubswoche laut der Preisvergleichsanalyse im nächsten Jahr rund 10 Euro günstiger. In sieben der insgesamt 15 untersuchten Ferienregionen zahlen Urlauberinnen und Urlauber sogar deutlich weniger als in diesem Sommer.

Erzgebirge, Allgäu, Sylt: Hier sinken die Preise 2023

Am stärksten fallen die Preise laut bestfewo im Erzgebirge. Ein einwöchiger Aufenthalt im Ferienhaus oder der Ferienwohnung verbilligt sich im Sommer 2023 um 111,50 Euro, das sind knapp 13 Prozent. Preiswerter wird es auch im Berchtesgadener Land und auf der Nordseeinsel Sylt, wo die Urlaubswoche jeweils rund 50 Euro weniger kostet als in diesem Sommer.

Teuer als in diesem Jahr werden Aufenthalte in Ferienunterkünften dagegen auf der Insel Rügen, wo die Preise um 6 Prozent steigen. Auch für Ferienhäuser und -wohnungen in Ostfriesland, im Harz und im Schwarzwald müssen Urlauberinnen und Urlauber im nächsten Sommer etwas mehr zahlen.

Die Karte zeigt, in welchen deutschen Urlaubsregionen Unterkünfte im kommenden Jahr günstiger werden – und wo die Preise steigen.

Die Karte zeigt, in welchen deutschen Urlaubsregionen Unterkünfte im kommenden Jahr günstiger werden – und wo die Preise steigen.

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„Wir haben es nun schwarz auf weiß: Energiekrise, Inflation und sonstige Verteuerungen schlagen nicht auf die Preise für den Ferienhausurlaub im nächsten Sommer durch“, sagt bestfewo-Geschäftsführer Dirk Föste. Vereinzelte Preissteigerungen seien im Markt für Ferienhäuser und -wohnungen zwar während der Heizperiode in Herbst und Winter feststellbar, nicht aber darüber hinaus.

Umfrage: Energiekrise macht Ferienhausvermietern zu schaffen

Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Ferienhausverbands (DFV) unter Ferienhausvermietern sind Preissteigerungen aktuell kein Einzelfall. Weil Strom, Heizen und Warmwasser auch im Ferienhaus teurer werden, haben mehr als die Hälfte der 1100 Befragten (55,7 Prozent) die Miete pauschal für den kalte Jahreszeit um einen gewissen Prozentsatz erhöht.

Neun von zehn Befragten verlangen wegen der höheren Nebenkosten demnach bis zu 10 Prozent mehr Miete, gut 9 Prozent sogar bis zu 20 Prozent und ein geringer Anteil noch mehr. Rund 3 Prozent der Vermieter wollen in Zukunft den Grundpreis zwar gleich lassen, aber nach Verbrauch abrechnen.

Reisende buchen 2023 längeren Urlaub

Auf die Sommerurlaubslust scheint sich das aber kaum auszuwirken. Schon jetzt verzeichnet bestfewo nach eigenen Angaben eine starke Nachfrage nach Privatunterkünften für den Sommer 2023. Laut Geschäftsführer Föste liegt das auch daran, dass sich andere Urlaubsformen, insbesondere Flugpauschalreisen, teils deutlich verteuern würden.

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„Die Vorausbuchungen für das nächste Urlaubsjahr sind gut, und die durchschnittliche Aufenthaltsdauer nimmt spürbar zu“, stellt der Dirk Föste fest. Sie steige von 6,7 Tage in 2022 auf zehn Tage in 2023. Dementsprechend erhöhe sich auch der durchschnittliche Reisepreis pro Buchung von 757 Euro auf 1096 Euro.

RND/lzi

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