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KLM holt gestrandete Reisende nach Flughafenchaos nach Amsterdam

Schiphol: Reisende stehen in der Abflughalle des Flughafens Schiphol Schlange. Seit Wochen kämpft der Flughafen mit großen Problemen durch Personalmangel bei der Gepäckabfertigung und Sicherheit.

Schiphol: Reisende stehen in der Abflughalle des Flughafens Schiphol Schlange. Seit Wochen kämpft der Flughafen mit großen Problemen durch Personalmangel bei der Gepäckabfertigung und Sicherheit.

Amsterdam. Die Fluggesellschaft KLM hat am späten Samstagnachmittag den Passagier-Transport von europäischen Flughäfen nach Amsterdam für den Rest des Tages eingestellt. Nach Darstellung der Airline hatten sich wegen Verzögerungen am Flughafen Amsterdam-Schiphol sehr viele Flugreisende angesammelt. „Um für Passagierinnen und Passagiere sowie Personal einen sicheren und praktikablen Betrieb in Schiphol sicherzustellen, hat KLM die weitreichende Entscheidung getroffen, dass keine weiteren Passagiere nach Amsterdam gebracht werden“, teilte sie mit.

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Auch international gibt es Engpässe: Am Flughafen Amsterdam-Schiphol waren Ende April zu viele Stellen bei der Sicherheitskontrolle unbesetzt.

Auch international gibt es Engpässe: Am Flughafen Amsterdam-Schiphol waren Ende April zu viele Stellen bei der Sicherheitskontrolle unbesetzt.

Wegen schlechter Wetterbedingungen und Pisten-Wartungsarbeiten am Flughafen Schiphol hätten viele Flugzeuge dort nicht landen oder abheben können, teilte die Airline mit. „Das bedeutet, dass eine große Zahl von KLM-Flügen am Samstag sich verspäteten oder gestrichen wurden.“ Die Zahl der Passagierinnen und Passagiere, die nicht von Amsterdam abfliegen konnten, sei aufgrund dieser „externen Faktoren“ stark angestiegen.

KLM holt gestrandete Reisende nach Amsterdam

Am Pfingstsonntag hat die Airline dann damit begonnen, zahlreiche in europäischen Ländern gestrandeten Passagierinnen und Passagiere nach Amsterdam zu bringen. Zugleich werde hart daran gearbeitet, Fluggäste umzubuchen, die eigentlich bereits am Samstag vom Airport Schiphol weiterfliegen wollten und ihre Anschlüsse verpassten, sagte ein KLM-Sprecher der Nachrichtenagentur ANP. Die Lage habe sich etwas entspannt, dennoch sei nicht sicher, dass alle Gestrandeten am Sonntag abgeholt werden könnten. „KLM setzt alle Hebel in Bewegung, um diese Kunden so schnell wie möglich an ihr Reiseziel zu bringen.“

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Eine Reporterin von ANP, die von Stockholm nach Amsterdam fliegen wollte, berichtete am Samstag von chaotischen Zuständen. Wie viele Passagierinnen und Passagiere insgesamt betroffen waren, teilte KLM zunächst nicht mit. Die Gesellschaft hatte zuvor gewarnt, dass am Pfingstwochenende möglicherweise bis zu 50 Flüge pro Tag gestrichen werden müssten, um die Lage in Schiphol beherrschbar zu halten.

Mehr Abflüge am Sonntag

Die Entscheidung, keine Passagierinnen und Passagiere von europäischen Flughäfen mehr nach Amsterdam zu bringen, blieb am Samstag für den Rest des Tages in Kraft. Betroffen waren demnach auch Flugreisende, die in Amsterdam umsteigen wollten. Mit dem Schritt sollte der Mitteilung zufolge sichergestellt werden, dass so viele gestrandete Passagierinnen und Passagiere wie möglich am Samstag von Schiphol abreisen können und KLM am Sonntag so viele Flüge wie möglich durchführen kann. KLM entschuldigte sich bei den betroffenen Kundinnen und Kunden.

Wegen großer Probleme bei der Abfertigung am Amsterdamer Flughafen Schiphol hatte KLM Ende Mai bereits den Ticket-Verkauf zeitweise drastisch reduziert. In den Wochen zuvor hatte der Flughafen bereits mit großen Problemen durch Personalmangel bei der Gepäckabfertigung und Sicherheit gekämpft. Schiphol präsentierte Ende Mai einen Maßnahmenplan, um das für den Sommer befürchtete noch größere Chaos zu verhindern. Demnach will der Flughafen mehr Personal anwerben und höhere Löhne bezahlen.

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RND/dpa

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