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Flughafenchaos und Kabinencrewstreiks

Airlines streichen Flüge: Welche Urlaubsreisen sind betroffen?

Wegen des SAS-Streiks geht es auch am Flughafen Kopenhagen chaotisch zu.

Wegen des SAS-Streiks geht es auch am Flughafen Kopenhagen chaotisch zu.

Der Reisesommer 2022 verläuft teilweise ziemlich chaotisch. Weil es an den Flughäfen in diesem Jahr zu extremen Warteschlangen und Kofferchaos kam, haben etliche Airlines wie Lufthansa, Eurowings oder Easyjet bereits den Sommerflugplan zusammenstreichen müssen. Viele Urlauberinnen und Urlauber bangen jetzt, ob ihr Ferienflieger überhaupt abheben wird.

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Die Lufthansa streicht kurzfristig zwischen dem 8. und 14. Juli zahlreiche Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München – bis zu 18 Prozent seien an einigen Tagen betroffen, sagte ein Sprecher gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). So soll das System entlastet werden.

Die Airline hatte bereits mehr als 3000 Flüge für die Monate Juli und August abgesagt. Es wurden 900 Flüge für den Juli innerhalb Deutschlands und Europas gecancelt, die Starts an den Wochentagen Freitag, Samstag und Sonntag betreffen. Und weitere 2200 Verbindungen von den Drehkreuzen Frankfurt und München können nicht wie geplant starten. Betroffen davon sind in diesen Fällen vor allem innerdeutsche und europäische Flüge, nicht aber klassische Urlaubsziele in den Ferien.

Lufthansa, Eurwings, British Airways streichen Flüge – Hundertausende Reisende betroffen

Auch Eurowings streicht im Juli Flüge: unter anderem von Düsseldorf nach Berlin, Manchester, Hamburg, Krakau und Zürich. Auch am Flughafen Köln-Bonn fallen Flieger nach Edinburgh, Dublin, Zagreb, Zürich, Rom-Fiumicino, London-Heathrow und zu weiteren Zielen aus.

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British Airways streicht immer mehr Flüge – kürzlich erst wieder 10.300 weitere Kurzstreckenflüge bis Ende Oktober. Die Airline hatte bereits zu Beginn der Reisezeit 16.000 Flüge zwischen März und Oktober gestrichen. Ende Juni sagte die Airline weitere 650 Flüge für den Juli ab, auch in Richtung beliebter Ferienziele wie Palma de Mallorca, Málaga oder Barcelona. Mehr als 100.000 Menschen mussten ihre Reise teilweise extrem kurzfristig umplanen. Insgesamt wurden 13 Prozent aller Flüge storniert, so die Nachrichtenagentur PA.

Easyjet hat bereits Anfang Juni rund 1000 Flüge im Zeitraum von Juni bis August vom Hauptstadtflughafen BER vom Flugplan genommen.

Auch Swiss Air streicht den Flugplan zusammen: 674 Flüge muss die Airline zwischen August und Oktober streichen. Betroffen sind laut „Blick.ch“ unter anderem Flüge von Zürich nach Danzig, Birmingham, Luxemburg und Berlin. Am Flughafen Genf werden Flüge nach Brüssel und London nicht wie geplant stattfinden können. Auch Destinationen in Nordamerika seien betroffen. Bereits im April und zu Anfang Juni hatte die Fluggesellschaft den Flugplan zusammenstreichen müssen. Insgesamt machen die Flüge zwei Prozent des eigentlichen vorgesehenen Flugplans aus.

Streik bei SAS: 30.000 Menschen können ihren Flug nicht antreten – pro Tag

Gestreikt wird bei der Fluggesellschaft SAS. Wegen des Ausstands streicht die Airline rund die Hälfte aller Flüge, rund 30.000 Passagierinnen und Passagiere sind pro Tag betroffen. Allein der Pilotenstreik am 6. Juli legte in Kopenhagen 34 von 100 SAS-Abflügen lahm.

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SAS-Verhandlungsführerin Marianne Hernæs kündigt den Streik an.

SAS-Verhandlungsführerin Marianne Hernæs kündigt den Streik an.

Der Ausstand war bereits angekündigt, wurde aber mehrfach verschoben. Das Unternehmen und die schwedischen, norwegischen und dänischen Piloten verhandeln seit Wochen über einen Tarifvertrag. Die schwedische Pilotenvereinigung wirft dem Unternehmen vor, die Pandemie genutzt zu haben, um fast die Hälfte der Piloten mit einem vereinbarten Recht auf Wiedereinstellung zu entlassen, dieses Recht aber außer Kraft gesetzt zu haben.

Streik auch bei Ryanair und Easyjet – viele Flüge betroffen

Auch die Kabinencrews bei Ryanair legen in mehreren Ländern die Arbeit nieder. Betroffen sind Niederlassungen in ganz Europa am 13., 14., 15., 18., 19., 20., 21., 25., 26., 27. und 28. Juli. Bei Easyjet streikt die Crew an den Standorte in BarcelonaPalma de Mallorca und Málaga vom 15. bis 17 Juli sowie 29 bis 31. Juli – rund 11.000 Flüge werden gestrichen.

Bei allen Airlines muss damit gerechnet werden, dass weitere Flüge den Streichungen zum Opfer fallen. Das Personalproblem an den Flughäfen kann voraussichtlich nicht kurzfristig gelöst werden. Steigende Coronazahlen und damit höhere Krankenstände sorgen ebenfalls dafür, dass die Lage angespannt bleibt.

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Flug gestrichen? So finden Reisende es heraus

Ob der eigene Urlaub von der Ausdünnung des Flugplans betroffen ist, können Reisende leicht herausfinden. In der Regel versenden die Airlines bei einer Flugannullierung von sich aus eine E-Mail oder eine SMS mit der entsprechenden Information. Wer den Flug über eine Agentur oder ein Reisebüro gebucht hat, muss vom jeweiligen Anbieter über den Ausfall informiert werden.

Airlines streichen Flüge: Was Reisende wissen müssen

Gestrichene Flüge, Probleme bei der Abfertigung an den Flughäfen: Womöglich steht ein chaotischer Flugreisesommer bevor. Ist der Urlaub in Gefahr?

Wer sich selbst nach dem Flugstatus erkundigen will, kann die Flugdaten in eine entsprechende Suchmaske bei der Airline eingeben. Einigen Airlines genügen dafür Start- und Zielflughafen sowie das Datum, manche benötigen dafür die Flugnummer. Dabei handelt es sich um einen fünf- bis sechsstelligen Code, der auf dem Ticket bzw. in der Buchungsbestätigung hinterlegt ist. Hier die wichtigsten Airlines, die an Flughäfen in Deutschland starten und landen, im Überblick:

Tuifly bietet den Passagierinnen und Passagieren nicht die Möglichkeit, den Flugstatus über eine Suchmaske zu überprüfen. Kurzfristige Änderungen sind den Ankunfts-/Abflugsinformationen zu entnehmen.

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Bestehen darüber hinaus Unsicherheiten, lohnt sich womöglich ein Anruf bei der Kundenhotline der Airline. Einen Überblick über die wichtigsten Telefonnummer finden Reisende in dieser Übersicht.

London-Heathrow: An Terminal zwei des Flughafens war es in den vergangenen Wochen oft voll.

London-Heathrow: An Terminal zwei des Flughafens war es in den vergangenen Wochen oft voll.

Das steckt hinter dem Flugchaos

Grund für das Flugchaos ist der Personalmangel in der Branche, sowohl bei den Airlines als auch an den Flughäfen. Verschärft wurde die angespannte Situation in den vergangenen Tagen außerdem durch Streiks: Unter anderem bei Ryanair in Belgien, Portugal, Frankreich, Italien und Spanien legten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kabinencrews die Arbeit nieder. In Spanien kündigten die Mitarbeitenden zudem erneute Streiks vom 30. Juni bis zum 2. Juli an. Auch bei Easyjet könnte die Arbeit niedergelegt werden: In Barcelona, Málaga und Palma wurden ab dem 1. Juli Streiks angekündigt.

Betroffen sind damit etliche Verbindungen zu beliebten Reisezielen, genau zu Beginn der Ferienzeit in Deutschland. Die Kabinencrews von Ryanair streiken für besseres Gehalt und Arbeitsbedingungen. Easyjet hatte aus diesen Gründen in den vergangenen Wochen bereits gestreikt. Verspätungen und Ausfälle waren die Folge, die auch in den kommenden Wochen wegen anhaltender Überlastung der Personalinfrastruktur sowie Streiks drohen.

RND/vh

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