Wegen Personalmangels

Australische Airline bittet Führungsetage um Hilfe bei der Gepäckabfertigung

Bei der australischen Airline Qantas soll die Führungsetage bei der Bodenabfertigung aushelfen.

Bei der australischen Airline Qantas soll die Führungsetage bei der Bodenabfertigung aushelfen.

Personalmangel und ein hoher Krankenstand sorgen bei Flughäfen und Airlines seit Monaten für lange Wartezeiten, Flugstreichungen – und Probleme bei der Gepäckabfertigung. Bei Letzterem verfolgt die australische Airline Qantas nun einen ganz besonderen Lösungsansatz: Die Führungsetage soll beim Verladen des Gepäcks mit anpacken.

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Wie mehrere Medien mit Verweis auf die Nachrichtenagentur Australian Associated Press berichten, sucht die Fluggesellschaft derzeit in der eigenen Führungsetage nach Freiwilligen, die ihren Bürojob für einen Zeitraum von drei Monaten gegen eine Stelle bei der Bodenabfertigung eintauschen wollen.

Einsatz von Mitte August bis Mitte November

„Freiwillige, die auf unsere interne Ausschreibung reagieren, werden geschult und an den Flughäfen in Sydney und Melbourne eingesetzt“, so Colin Hughes, der im Vorstand der Fluggesellschaft Qantas für das Operative zuständig ist. Insgesamt sollen von Mitte August bis Mitte November etwa hundert Managerinnen und Manager dabei helfen, das Reisegepäck der Urlauberinnen und Urlauber zu sortieren, zu scannen und ein- und auszuladen.

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Einer Doppelbelastung sollen die Führungskräfte laut Hughes in dieser Zeit nicht ausgesetzt sein. Die Aufgaben, die ihre Führungspositionen mit sich bringen, sollen in dieser Zeit möglichst ruhen – schließlich gehe es bei der Unterstützung der Bodenabfertigung nicht um einzelne Einsätze, sondern um Vollzeitstellen.

Seitens der Arbeitnehmervertretung hagelt es Kritik

Die Arbeitnehmervertretung sieht das Vorgehen von Qantas kritisch: „Das ist nicht der Geistesblitz, für den es das Management von Qantas zu halten scheint“, zitiert der australische Nachrichtensender Sky den Gewerkschaftssekretär Michael Kaine. „Ungelernte Bürokräfte in spezialisierte Luftfahrtjobs einzuführen steigert nur die Gefahr für ernste Verletzungen und Sicherheitsvorfälle, was die Flughäfen in weiteres Chaos stürzen würde.“

Qantas selbst verspricht in dem Schreiben an die Belegschaft ein umfangreiches Training, damit die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitet die Arbeiten „sicher“ ausführen können.

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RND/jaf

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